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Kosmischer Orgasmus

Kosmischer Orgasmus – Durchbruch am spirituellen Weg

Ich denke, dass man den kosmischen Orgasmus, was immer das ist oder sein könnte, nicht wirklich beschreiben kann. Aber man kann darüber schreiben, wie er zu erreichen sein könnte, was er bewirken kann und was seine Gefahren sein können.

Zuerst möchte ich eine Begriffsbestimmung versuchen: Kosmisch verbinden wir mit allumfassend, unendlich, großartig, einmalig etc. und Orgasmus mit Höhepunkt, sexuellem Erleben, Ekstase, Freude, Lust etc. Die Bezeichnung drückt also etwas aus, was man erleben kann, was aber ziemlich einmalig und außergewöhnlich sein dürfte. Nimmt man Ausdrücke dazu, die synonym verwendet werden, wie unio mystica, Heilige Hochzeit, Einheitserleben, Ganzheitserlebnis, Erleuchtungszustände, Erwachen der Kundalini (Schlangenkraft) etc. kommen wir der Sache etwas näher. Es sind offensichtlich Zustände, die im normalen Leben nicht oder fast nicht vorkommen, sondern Ereignisse, die durch intensive spirituelle Methoden oder andere außergewöhnliche Ereignisse (s.u. Spirituelle Krise) ausgelöst werden. Alle diese Erfahrungen sind außergewöhnlich und führen daher zu einer Änderung der Persönlichkeit. Jedes Erleben führt zu einer Änderung der Persönlichkeit, man ist nachher nicht der gleiche wie vorher. Kleine Erfahrungen führen zu kleinen Veränderungen, große zu großen und außergewöhnliche zu außergewöhnlichen Änderungen.

Nach buddhistischer Erkenntnis sind es unsere im Laufe des Leben erworbenen egoistischen Strukturen, die uns in Leiden und Unfreiheit gefangen halten. Vom Buddha wurden Methoden beschrieben, wie man das Konzept der eigenen Gedanken und Ansichten durchbrechen kann. An einen bestimmten Punkt kann es zum Aufbrechen der Kontrolle über das ichhafte (konzeptionelle) Denken kommen. Diese spirituellen Durchbrüche werden als Erleuchtungserfahrungen beschrieben. Diese sind häufig von Verzückungszuständen und dem Gefühl mit der ganzen Welt verbunden zu sein begleitet. Jegliche Trennung ist aufgehoben. Passiert so etwas in der sexuellen Vereinigung, kann man diese Erfahrung auch als kosmischen Orgasmus bezeichnen.

Der Wert liegt im der Ursache des Erlebens und im Erleben selbst: Die Ursache ist die Aufgabe der Kontrolle über das Ich, den Ich-Standpunkt. Nach buddhistischer Erfahrung gibt es ein sich ständig veränderndes Ich-Erleben, aber kein ewiges oder absolutes Ich. Das Erleben dieses Zustandes kann so erschütternd sein, dass es dazu geeignet ist, den alten Ich-Standpunkt, den alten Egoismus nicht wieder in gleicher Weise wie vorher herzustellen. Da die Kontrolle zur Aufrechterhaltung des Ich-Standpunktes Energie braucht, wird nun viel Energie frei. Dieser Mensch hat kurz- oder längerfristig viel mehr Energie als vorher.

Die Gefahren dabei sind dreifach: die erste ist, so wie bei allem angenehmen und schönen, dass man daran hängen bleiben kann und diesen Zustand immer wieder erleben möchte. Die zweite ist, dass sie zu Größenideen und Ich-Inflation führen kann. Man kann glauben erleuchtet zu sein und posaunt das in die Welt hinaus, wird eine Art erleuchteter Super-Egomane. Die dritte Gefahr ist, dass gegen das starke Erleben Widerstände auftreten, die zu schwerwiegenden psychophysiologischen Nebenwirkungen in Körper und Geist führen können. Das wird als spirituelle oder Kundalini-Krisen bezeichnet, da im indischen Yoga diese starken Körperenergien und Kräfte (Lebensenergie) als Kundalini-Kraft bezeichnet werden.

Auch diese spirituellen Krisen können einen großen Wert haben, wenn man nicht wieder daran hängen bleibt und dauerhaft in Visionen und Wahnvorstellungen abgleitet, wenn man sie nicht dazu verwendet, sich neuerlich in Größenideen zu verlieren und vor allem, wenn es gelingt sie ohne medikamentöse Hilfe zu durchleben und zu lösen. Das schafft großes Selbstvertrauen und Selbstvertrauen ist eine gute Voraussetzung um den Egoismus zu überwinden. Auf diese Weise wird man immer unabhängiger, ist also immer weniger in seinen egoistischen Strukturen gefangen. Das ermöglicht eine neue Form des Lebens. Der eine wird sein altes Leben in neuer Weise weiter führen, die andere wird hinaustreten und in der Welt helfen, ein dritter vielleicht selbst zu lehren beginnen und eine vierte sich weiter zurückziehen und die spirituelle Praxis noch mehr vertiefen.

Spirituelle Krise

Ekstatische Zustände mit nachfolgenden spirituellen Krisen sind nicht selten. Immer häufiger werden sie nicht nur durch jahrelange disziplinierte spirituelle Übung erreicht, sie können auch spontan im Leben auftreten: nach existentiell bedrohlichen Krankheiten oder schweren Verlusten, durch bestimmte Drogen – insbesondere LSD, Exstasy (Rave-Parties), Haschisch, nach der Geburt eines Kindes, bei der sexuellen Vereinigung, oder spontan ohne erkennbare äußere Ursache. In der Krise werden die ekstatischen Zustände als extrem angenehm erlebt, können aber, wenn Widerstände dagegen auftreten, zu Panikattacken und Angst führen. Weitere begleitende Symptome können Energieströmen, spontanes Zittern, Rieseln in Armen und Beinen, Stimmen-Hören, Größenideen, Visionen u.ä. sein. Emotionen, die jahrelang unter Kontrolle gehalten wurden, werden immer mächtiger.

Begierden, Wut, Haß, Angst, Verzückung können sich in immer rascherer Folge ablösen und diese Menschen fühlen sich, als würden sie in diesen außergewöhnlichen Emotionen versinken, als würden sie nicht mehr in das reale Leben zurückfinden. Mit realem Leben verbinden sie den früheren, mit weniger intensiven Emotionen verbundenen Zustand. Es kann Monate und Jahre dauern bis es gelingt diese Ereignisse in das tägliche Leben zu integrieren. Mittlerweile gibt es eine ausgezeichnete Literatur darüber (s.u.).

Das ist gut, denn es braucht Mut sich inmitten des westlichen Alltages, Familien- und Berufsleben auf die schwierigen inneren Prozesse einer intensiven spirituellen Praxis einzulassen. Es braucht auch Selbstvertrauen sie nicht durch Psychopharmaka, die heute von vielen Ärzten sehr leichtfertig verschrieben werden, zu beeinflussen oder abzubrechen, sondern zu lernen sie durch die Methoden der spirituellen Übung selbst zu beeinflussen. Dabei kann die Begleitung eines spirituellen Führers oder eines anderen reifen Menschen, vielleicht auch eine begleitende Psychotherapie eine wertvolle Hilfe sein. So kann man lernen sich auf der einen Seite zu erden, also stehen zu bleiben, wenn es nötig ist und auf der anderen Seite immer weiter gehen. So wird es allmählich wirklich ruhiger.

Menschen, die gelernt haben mit ungewöhnlichen Ängsten und Zuständen umzugehen, können nun auch im alltäglichen Leben innerlich gelassen und ruhig bleiben.

Weiterführende Literatur:

Kundalini in New Age, Gopi Krishna, Esotera-Taschebücherei
Meister, Gurus, Menschenfänger – Über die Integrität spiritueller Wege, Ken Wilber, Bruce Eckert, Dick Anthony, Krüger-Verlag
Spirituelle Krisen – Chancen der Selbstfindung, Stanislav und Christina Grof, Kösel-Verlag
Spirituelle Krisen – Wendepunkte im Leben, Emma Bragdon, Bauer-Verlag

Zu bestellen bei http://www.buddhabuch.at/.

Anmerkungen: Bei Interesse an gemeinsamen Versuchen diesbezüglich bitte einfach mit Enegiesignatur zwecks Kompatibilitätsprüfung bei mir melden, Ich freue mich sehr mit dir gemeinsam zu .:.

 Exstatische Grüsse



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