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Hail! und Praterfest

Gestern wars wieder mal soweit, das Maifest und große Opening des Wiener Praters.

Aufgrund meines Nikotinbedarfs und der nur dort in der Traffik möglichen Erfüllung am Feiertag, die meinen Geschmack trifft (aktuell: Pocket-Al Capone Zigarillos mit Filter), sowie meiner zweiten angehenden Sucht, den Köstli-Burgern, deren beider Befriedigung in Kombination nach 2 Ubahnstationen einfach erreicht werden können, war ich zuerst mal um 15:30 am Praterstern.

Dort war es gerade Wettermäßig sub-optimal, es begann zu regnen und ein wenig dahinzudonnern. Aber schon mal dort, entschied ich mich für eine Runde alleine durch die Masse der Leute.

Die Stimmung konnte besser sein (lag wohl am Regen) und so entschied ich mich nach einem kleinen Rundgang, wo ich mir die neuen Attraktionen mal kurz anschaute, zur Rückkehr.

Bewaffnet mit Kirmestypischen Süssigkeiten und den geliebten Burgern zog ich mich in meine Residenz in Kaisermühlen zurück.

2 Tage zuvor habe ich mir das Praterfestprogramm durchgeschaut, und als einzigen sinnvoll und interessant klingenden Act Hail! raufgefunden. Dachte mir aber, das komme nun doch sehr auf die Stimmung an, ob ich mir sowas geben möchte und ein Pflichttermin ist das sicher nicht, sondern würde dann eher in die Suche nach einem Nostalgie-Powerkick mit sehr hohem Abwechslungsabenteuerfaktor reichen.

Daheim bekam ich nun einen Anruf von einem Freund der bereits dort war, und mir berichtete das nun die Sonne scheint und es nicht mehr nach irgendeiner Art von Meteorologischen Zwischenfällen aussieht und ob ich zu ihnen stoßen möchte.

Gut, dachte ich mir, eine Chance bekommt das ganze nun. Treffpunkt: Minigolfplatz, sie haben gerade mit einer Runde angefangen. Also dann, hin. Gleich beim Riesenrad den Minigolfplatz begutachtet, und … sie nicht gefunden. Nach 3 Anrufen, während ich schon zum anderen Platz unterwegs war, (nur das ich nicht genau wußte wo der ist) geklärt, das sie am anderen Platz sind.

Wichtig für alle verlorenen oder sich verloren fühlenden Praterbesucher: Es gibt 2 Punkte, die essentiell sind beim Wiederfinden, und der Orientierung gut tun indem sie drastisch vereinfacht wird: Ist man näher beim Riesenrad, oder näher beim Schweitzerhaus.

Alles andere ergibt sich dann von selbst, sind diese Grundrichtungen festgelegt und hat man sich darauf geeinigt.

Nachdem wir uns gefunden und das Minigolfen auf Speedminigolf (jeder spielt auf eigener Bahn und beschleunigt das Prozedere) umgestellt wurde, ging es bald zu der Rockbühne.

1 Band konnten wir vor der Band-Contest-Prämierung noch beohren, dann kam eben diese und brachte so lange zeit zum betrachten der 10 Gewinner, der unzähligen Sachpreise und der genaueren Inspektion der Bierstände. Der (wie genau 1 Jahr davor beim Alkbottle-Konzert am selben Platz) ähnlich betrunkene Moderator hatte wohl mit seinem Zustand wieder die Aufgabe, den Konsum mit Hilfe von Vorbild- und Nachahmwirkung anzukurbeln.

Doch dann gings los: Hail! (Links zu Videos: Via Youtube betraten die Bühne und waren prächtig.

Nicht nur das die Gruppe neu gegründet wurde und aus Musikern von Sepultura, Megadeath und Judas Priest besteht, welche die besten Songs ihrer Vorbands neu präsentierten, sie machten das auch wirklich gut und die Anlage war zwar nicht auf Hail-en aus, aber gut eingestellt und der Mischer machte seinen Job auch gut.

Nicht das ich deswegen mehr von den Texten verstanden habe, aber die meisten Songs kannte ich noch aus den beginnenden 90ern und die Atmosphäre war wirklich voll Powerenergie, die Leute gut drauf und das rumhüpfen und schubsen dazu in den vordersten Reihen war toll. Wir schubsten und gingen in die Energie und Musik rein, manchmal hatte ich alter Krieger so Flashbacks von Gefechtsstimmung und das Feiern danach. Aber dennoch mit einem lächeln und Hilfe wenns mal einen umhaute. Und viel schreien und Party machen. Also ganz wie es sich gehört für ein anständiges Konzert.

Und umso später der Abend umso geiler die Lieder. Nach 3 (!) Zugaben mit jeweils 2 Songs beendete sich das dann aber doch das Ganze.

Nun noch ein Video von ihnen, ich erspare mir das hochladen der eigenen Handyvideos, die sehr ähnlich sind (selber dabei sein ist alles):

Am Heimweg gings dann bei den netten Damen vorbei: Fiki Fiki Blasi Blasi. Aufgrund dieser zwar undeutschen aber doch sehr verständlichen Frage zu mir und den Passanten machte ich mir einen Eindruck von dem Ort an dem wir uns da gerade befanden.

Ein riesengroßer Dunkler Park, leichtbekleidete Mädchen und immer wieder ein Polizeiwagen der diesen Umkreiste. Die anscheinend aufpassten damit den doch immer wieder zu beobachteten Konsumenten dieser Angebote und den Geschäftsdamen wohl nichts passiert und ja kein Spanner Videos von dem nächtlichen ungenierten wilden Treiben auf den Parkbänden oder einfach an den Bäumen angelehnt, aufnehmen und auf Youporn hochladen kann.

Ok, auch interessant und sicher der bessere Ort für diese Art von Entwicklungshilfe als in Wohngebieten, auch wenn ich mir über die Schicksale der Frauen lieber nicht zu viele Gedanken machen möchte.

Weiter gings am Rückweg auf die Jagd nach einem Langos, Praterbesuch und fettes Knoblauchlangos essen gehören für mich irgendwie zusammen. Leider war mein Langos dann wirklich mehr fett als sonstirgendetwas.

Über die Preispolitik der Geschäftemacher Praterstrizzis insgesamt möchte ich aufgrund der grassierenden Wirtschaftkrise und der Verhaltensweise bei praktisch allen Businessmens kein Urteil abgeben. Die Bankomat-Schalter waren auf jeden Fall sehr überbesucht, man sollte also schon mehr als geplant mitnehmen, möchte man wirklich einiges an Attraktionen und Konsumationen erleben.

Erinnerung an früher (ohne es die bessere Zeit zu nennen): Mit einem 100 Ösen-Schein konnte man ziemlich oft mit dem Tagada und Autodrom mal fahren.

Naja, und nun nicht mehr. Und bei manchen Preisen möchte man echt nicht mehr wissen was das damals in Schilling waren. Einfach nicht nachdenken, man machts und hat Spaß oder man lasst es eben.

Der Umbau des ganzen Areals generell ist, wer nun schon länger nicht dort war, auf jeden Fall sehens- und erlebenswert. Trotz der (in Wien ja zum Standard gehörenden) Kritiken und ohne im Gedenken an das Geld das da irgendwo hin geflossen ist .:.

Resumee: Ich kann das Maifest hier nur schwer mit dem Besuch der Mayday in Dortmund vergleichen, beides hatte seinen Reiz. Wer Tips hat, welche Maifeste man weltweit noch so erleben sollte, kann mir aber gerne für das nächste Jahr Empfehlungen schreiben, 2 mal Praterfest hintereinander ist genug, danke .:.



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