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Taxidermia – Kurzkritik und Trailer

Den Film haben wir gerade gesehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Taxidermia

Der Film Taxidermia beschreibt auf düster-bizarre Art drei Generationen einer Familie in Ungarn. Der erste Teil handelt von Vendel Morosgoványi, der an einem Außenposten stationiert ist und unter den Schikanen seines Leutnants leidet. Er vertreibt sich die Zeit mit unterschiedlichen Obsessionen und … tja, was da zu sehen war, wird uns noch länger im Mentalbereich mit Bildern verfolgen …

Hier der Trailer:

Wir schauen gerne skurrile bis mehr als seltsame Filme, welche auch etwas aus dem Horror-, Splatter- oder C-Movie-Bereich haben dürfen. Denn manchmal findet man dort Perlen.

Der Perleninhalt in diesem Film ist die Kombination aus ästhetischen Darstellungen des Hässlichen, guten Blickwinkeln und Einstellungen und alles in allem einer guter Regie. Eine wirklich gelungene Umsetzung des Themas, das man sich aber erst mal erarbeiten darf beim Herausziehen, und als Kontrast dazu die wohl mit grauslichsten Szenen in der bisherigen Filmgeschichte. Und eine wirklich abstruse Familiengeschichte, die rund erzählt in der Schlußszene ihren Höhepunkt findet.

Welchen Sinn dieser Film hat? Welche Botschaft er verkündet? Welche Tiefe man herausziehen kann?

Ich behaupte mal nur eine. Dennoch ist der Film so gut gemacht, das man als Cineast ihn gesehen haben muss. Denn dies ist die Zeit, wo solche Filme gemacht werden. Ob wir derartiges später auch noch sehen werden? Ich glaube mal nicht.

Muss man es sehen? Nein. Ist es Kunst. Nein, sicher nicht. Die Kunst liegt eher daran, so etwas wirklich auf diese doch sehr gute Machart umzusetzen. Das es eine ironische bis zynische Abrechnung mit dem Begriff „Kunst“ und Selbstdarstellung ist, steht aber außer Frage. Und aus diesem Blickwinkel wiederum betrachtet hat der Film eine enorme Tiefe durch die Anschaulichmachung eben dieser.

Nach mir wurde sogar eine eigene Kotztechnik benannt

Mit diesem Zitat schließe ich nun die Werbung für einen Film, den wohl die meisten ab der Hälfte Abdrehen oder sich gar nicht darauf einlassen würden. Aber für alle, die es durchhalten: Alleine die letzte Szene, die im Mumok in Wien gedreht wurde, sollte man gesehen haben. Dort wird die Kernaussage des Films auf wirklich gute Art auf die aktuelle Spitze getrieben .:.

Ausgekotzte Grüße,
Krischan



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