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Der Atheist – Misanthrop oder Menschgott

Dieser längere Artikel stellt meine Sichtweise zu Atheisten und der Schöpfung und vor allem der Vereinbarkeit vom Atheismus mit der uns umgebenden Realität/Schöpfung, ausführlich dar.

Ich möchte mit diesem Artikel, der mir durch den medienwirksamen Nudelsieb-Träger Niko Alm nun erneut angestoßen wurde, mal einen Überblick geben über die Atheisten.

Meiner Meinung nach kann man ein paar Punkte erstmals allen Atheisten zusprechen:

– Sie sind von der Absurdität und den Widersprüchen in den Religionen angewidert und suchen sich eigene Welterklärungsmodelle, die für sie stimmiger sind

– Der Leitsatz „Glauben heißt nichts Wissen“ ist sehr verbreitet unter ihnen

– Aufgrund der vielen fundamentalistischen Gläubigen, aber auch den gemässigteren, angepassten Kirchgängern möchten sie einen Spiegel dazu darstellen. Mit anderen, konträren Überzeugungen und dementsprechenden humorvollen bis spotthaften Gegenentwürfen wie eben das fliegende Spagethi-Monster oder das unsichtbare, rosarote Einhorn.

– Bei den Atheisten findet man eine Vielzahl hochintelligenter Intellektueller. Klar, denn diese analysieren und zerlegen die überlieferten Inhalte der Religionen und kommen daher zwangsläufig viel schneller noch zu den absurden, aber längst wiederlegten Dogmen, die verstaubt und unausgemistet immer noch in den konstitutionellen Religionen dem „Worte Gottes“ entsprechen. Was natürlich immer wieder Steilvorlagen für genüssliche, humorvolle Aufbereitungen bringt.

Was ich stark unterscheiden würde, ist, was macht ein Atheist dann daraus? Wird er ein Gegner der Religionen und ein Gegner der Gottes-Bilder? Ohne eigenen überzeugenden Entwurf, wieso wir alle denn Leben, und warum soviel wunderbares dabei zu erleben ist? Wird er ein Suchender und schließlich zum Finder? Hebt er die Ethik hoch oder bleibt er beim Zufallsprodukt Evolution, wo alles egal wäre, hängen?

Ich wage zu Behaupten, dass es keinen Menschen auf dieser Erde gibt, der wirklich ernsthaft an die reine Evolutions-Lehre glauben kann und alle Phänomene des Lebens, die hier beobachtet und erlebt werden können auf der Erde, damit wirklich besser erklären kann als wenn man gleich wieder Elemente des Kreativismus dazu nimmt. Von nichts kommt nun mal nichts, und ohne Forschung und viel Arbeit kann nichts wunderbares entstehen. Wieviel Technik hätten wir aufgrund von zufälligen Aneinanderreihungen von logischen Geistesblitzen?

So perfide die Matrix über die Erde auch gespannt ist, und wie viel echtes Wissen uns auch vorenthalten wurde und wird: Manches lässt sich einfach nicht erklären durch zufällige Auslese, und „survival of the fittest“, Urknall und Genetische Fortentwicklung. Auch wenn diese Erklärungsmodelle dem ersten Anschein nach schlüssig wirken können. Das rein materialistische Weltbild ist auf den zweiten Blick genauso unhaltbar wie die Bibel-Getreuen mit der Genesis nur an ein verfälschtes und fiktives Märchen für Kinder glauben.

Daher möchte ich nun nach 2 Atheisten-Archetypen unterscheiden. Und dir näher bringen, wohin beide Archetypen tendieren. Danach kannst du selbst entscheiden versuchen, wo du dich positionieren würdest und was wohl der realere Ansatz sein wird.

Beide Archetypen kommen für die Lebenswelterklärung ohne einem Allmächtigen Gott, einer Lebenslenkenden Hand, einer Schicksals-Macht über alle, und sei sie noch so liebend, aus. Sie sind also völlig Atheistisch angesetzt.

Archetyp 1: Der Evolutions-Misanthrop

Er sieht die Welt als Zufallsprodukt, ausgehend von einer Singularität, die irgendwann explodiert oder implodiert ist, und sich dann langsam zu Materie kondensiert hat. Dadurch sind von Galaxienhaufen über Galaxien bis hin zu Sonnensysteme und Planeten zufällige Anordnungen von Materie-Konstrukten entstanden. Aufgrund der Periodentabelle und des Herauswachsens von verschiedenen Elementen nach Wasserstoff und Helium durch Abkühlung und Kernfusion kam es zufälligerweise bei uns im Sonnensystem auf den einen Planeten Erde (aber vielleicht auch auf vielen anderen Planeten, geben tut es ja genug, wir wissen es nur nicht) zu dieser einzigartigen Konstellation, das sich genügend Wasser bildete, indem sich durch lange Zeiträume hindurch sogar Einzeller entwickelten. Die dann mit der Zeit aus dem Wasser krochen und durch „survival of the fittest“ in der Evolution immer bessere und feinere Formen annehmen konnte.

Bis daraus schließlich Affenähnliche Wesen herauskamen, aus denen dann Menschen wurden. Die immer noch die alten Instinkte in sich tragen und ebenso das Recht des Stärkeren leben dürfen. Wie man es ja in unserer Reich-Arm-Ellbogengesellschaft wiederfindet. Eine höhere Ethik als diese, die ja schon in einer Liebesbeziehung möglich ist, aber auch in Familie, Umgang mit Freunden, Umgang mit Verantwortlichkeiten ist nur dann gewünscht, wenn vorteilhaft. Natürliche Selektion und Fortentwicklung wenn es der Spezies dienlich ist, aber nur dann. Höhere Werte können sich daher nur immer wieder als Spitzen der Evolution zeigen, fallen aber alles in allem wieder zurück, da die Gesamtspezies sich noch nicht so weit entwickelt hat.

Der ganze Prozess „Leben“ ist also ein Zufallsprodukt, das zwar sehr genial gelungen ist, betrachtet man alleine schon seinen Körper, das man drinnen steckt und dennoch soviel wahrnehmen kann, und dann noch darüber Reflektieren. Und was man sonst so damit alles anstellen kann, im Guten wie im schlechten. Doch ist das Individuum nichts wert, und ein kommen und vergehen, damit der Gesamtprozess Lebensevolution sich weiter fortführen kann. Und eigentlich ist alles Sinnlos, denn eine Reinkarnation oder ein Fortleben des Bewusstseins nicht möglich. Man kann nur für sich selbst das Glück pachten versuchen, und das positive am Da-Sein auskosten soweit es eben möglich ist.

Ist man mit so einem Weltbild dennoch fröhlich, ausgeglichen und ein Menschenfreund, genießt also das Da-Sein an sich, und ist damit zufrieden, so sehe ich damit kein Problem. Umso näher jedoch der Tod kommt, umso schwieriger wird es dann wohl, zufrieden zu bleiben. Umso mehr man die Schönheit des Mensch-Seins und die Achtung vor dem Leben aus den Augen verliert, und sei es nur wegen der „Dummheit der Gläubigen, Politiker, Konzernchefs, Manager, usw.“, umso weniger befriedigend kann ein derartiges Bild des Lebens sein. Bis hin zum Selbst-Genügsamen Misanthropen-Dasein. Das sich selbst grad noch schätzt, und bei anderen sich bereits bemühen muss, um halbwegs freundlich zu bleiben.

Archetyp 2: Der Menschgott

Die Rückschlüsse dieses Atheisten laufen ein wenig anders. Auch wenn ihm der Aufbau des Lebens ähnlich evolutionär erscheint, so nimmt er an, dass in dieser Uranfänglichen Singularität sehr wohl bereits auch Bewusstsein oder zu mindestens die erwachende Tendenz dazu vorhanden gewesen sein muss. Wenn nicht sogar das Bewusstsein vor die Existenz der Singularität oder der Materie an sich gestellt wird.

Die Summe allen Bewusstseins, das vorhanden ist, ist der abstrakte Gott dieses Atheisten. Es gibt keinen Lenkenden, liebenden, allwissenden, allmächtigen Gott, sondern WIR ALLE sind Gott. Die Summe von uns ist die Gesamtheit Gott, jeder einzelne ist als Individuum aber ebenso Gott.

Die Implikationen dieses Ansatzes sind völlig anders.

Denn damit kann man folgende ethische Grundsätze ableiten. Und hat man bereits einen gewissen Reifestand erreicht, so lebt man diese auch auf natürliche Weise, ohne viel darüber nachdenken zu müssen.

1. Da wir alle Gott sind, sind wir alle gleich. Sind wir alle gleichwertig, trotz der Altersunterschiede und unterschiedlichen Entwicklungswege, weil wir ein ICH-BIN haben und erleben, so werde ich jeden anderen genauso zu behandeln, wie ich selbst es auch wünsche. Möchte ich das nun schön formulieren, so kommt folgender Satz heraus:

Liebe und respektiere deinen Nächsten wie dich selbst

2. Wir sind in einem biologischen Körpersystem agierend. Das auch seine Schwächen hat. Und alle Menschen sind wohl noch nicht auf der bestmöglichsten Erkenntnis-Stufe angelangt. Daher sollte ich ihnen helfen, wenn sie Hilfe benötigen. Aber genauso wie ich keine unerbetene Hilfestellung haben möchte, wenn ich meinen Weg selbst gewählt habe, so gebe ich sie nur bei wirklichen Bedarf, also werde ich meine Bereitschaft immer haben, und ansonsten meine Wege gehen.

Sei jederzeit zu Hilfeleistung bereit

3. Jede Gruppe, jedes Team, jede Firma, jedes Projekt, jedes Land, einfach alles funktioniert nur auf Basis von Entscheidungsträgern und deren Mitarbeitern. Anarchie funktioniert einfach nicht, ein sich selbst verwaltendes System wird zum Schwarm. Das Ergebnis eines Schwarms ist ein Einpendeln auf ein niedriges gemeinsames Niveau, und nicht auf das Bestmögliche. Woraus wir schließen können, das wir Anführer als Entscheidungsträger und höchste Diener des Gemeinwohls brauchen. Welche immer das Bestmöglichste für das Allgemeinwohl entscheiden, auf Informationen basierend, die am besten von allen Mitgliedern der Gesellschaft kommen können und zu dem Rat mit einem Vorsitzenden fliessen. Das natürlich anstelle der Negativ-Auslese wie hier auf Erden die Positiv-Auslese der Edelsten an die Spitzen gehören, versteht sich von selbst. Das dies auf Erden nicht so ist, ist Grund für Krisen, Mangel, Frust und Ärger, aber es müsste ja nicht so sein.

Was aber klar ist, ist folgender Rückschluss: Wir sind alle Gott, und alle gleichwertig. Also darf kein Amtsträger über seinen Nächsten stehen, ein Umgang auf gleicher Augenhöhe ist wichtig. Trotz unterschiedlicher Verantwortlichkeiten.

Kein Amtsträger steht über den Nächsten

Die Kombination dieser 3 Sätze, als der ethische Kodex auch in jeder weiterentwickelten Kultur in der Verfassung verankert, beinhaltet eigentlich alles, was nötig ist, um eine beliebig große Gruppe an Persönlichkeiten eine beliebig lange Zeit an der bestmöglichen Fortentwicklung der Lebensbedingungen für alle bewussten Wesen arbeiten zu lassen.

Wie man bereits an der Schreibweise feststellen kann, favorisiere ich den 2. Typen. Denn der kann erkennen, dass es nur so und nicht anders funktioniert.

Wenn noch der Blickwinkel vom kleinen auf das große gelenkt wird, so kann man es in beliebige Größenordnungen (Planet, Galaxie, Kosmos, Alles-Was-Ist) reinsetzen, und es wird immer noch funktionieren.

Solange man in den verantwortlichen Positionen eben solche Persönlichkeiten hat, die genau gemäß dieser 3 ethischen Grundsätze aus sich heraus aufgrund ihrer Reife handeln und ihren Verantwortungsbereich überblicken und verwalten können. Und sich selbst dabei als höchste Diener betrachten, nicht als Götter/Führer/Gurus/Chefs. Trotz allen Respektes ihrer Aufgabe gegenüber.

Wenn man nun die normale Entwicklung in der Besiedelung eines Dorfes, einer Stadt, eines Landes, eines Planeten oder eben dann abstrakt, einer kompletten Schöpfung, betrachtet, so beginnt der Aufbau immer bei einem oder mehreren zentralen Punkten.

Und dass manche älter sind, als andere, ergibt sich schon aus der Beobachtung der Menschenwelt hier. Was spricht also gegen die Annahme, dass es viel ältere, erste Bewusstseinsbrennpunkte gibt, die über lange Zeiten mit ihrem Dasein und ihrer Umgebung experimentiert haben bis daraus eine, und zwar diese Schöpfung entstanden ist, die wir hier erleben können, die sich aber möglicherweise viel weiter erstreckt als auch die Kosmologen erahnen? Und die aber wohl auch nicht viel anders leben werden als wir. Also in einem Körpersystem und in einer Art materiellen Welt? Wie oben so unten, das steckt bereits in dieser Analogie gut drinnen. Denn dass diese Art des Lebens viele spannende Vorteile im gemeinsamen Lebensausdruck und in der Lebenserfahrung bieten, erfährt jeder persönlich jeden Tag.

Mein Resumee daher: Willkommen in der Schöpfung, ohne einen Gott, aber mit vielen ko-kreierenden Persönlichkeiten!

Namaste!
Euer Krischan



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