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Floating Tank Selbsterfahrung

Bei meinen jetzigen Berlinbesuch kam ich bei dem Day Spa Hotel ->LINK vorbei, wo es eine Floating-Tank Muschel gibt. Wo ich sofort einen Termin buchen musste.

Meine persönliche Vorgeschichte ist die, das ich schon im Jahre 2000 mit Freunden einen kleinen Wellness-Tempel in Niederösterreich damit aufmachen wollte. Mit ein paar Salzwasser-Floating-Muscheln und als Ausgleich dazu mit ein paar Kältekammern auf Minus 110 Grad. Aufgrund der damaligen wirtschaftlichen Umstände wurde das Projekt aber gecancelt, und ich konnte nur die Kältekammer als eine der ersten Personen in Europa testen und zur Muschel kam ich gar nicht mehr.

Und als Wellness-Produkt interessierte sie mich dann auch nicht mehr. Nun aber hatte ich immer im Hinterkopf aufgrund meiner Reisetätigkeiten mit den Astralkörpern sowie mit dem Goldkörper, das es vielleicht eine Unterstützung, aber zu mindestens eine interessante Erfahrung sein könnte, dies zu kombinieren. Auf der Prioritätenliste war dieser Wunsch aber relativ weit unten, dennoch: Dieser Wink mit dem Plakatpfahl vor dem Hotel half spontan bei der Entscheidungsfindung.

Nun stand ich also vor der Muschel, nackt und noch aufgewärmt vom vorigen Dampfbadbesuch. Und sie füllte sich langsam. Als der Pegel erreicht war, ging es los. Also rein mit mir ins Salz mit etwas Wasser drum rum.

Vorher wurde mir noch die Bedienung der Knöpfe erklärt für Sternenhimmel, Licht in der Muschel, Musik ein aus und das wichtigste: Den Deckel schließen. Später stellte sich raus, das war wirklich das zweitwichtigste, denn das kalte Wasser mit dem Handtuch neben der Muschel mauserte sich nach dem ersten Tropfen Salzsäure im rechten Auge blitzartig zum wichtigsten Utensil.

Leider kam es beim Muschel schließen zu einem kurzen Zwischenstopp: Dieses kleine Wasserschüsselchen mit dem schweren Eisengestellt stand zu knapp bei der Muschel, der Deckel blockiert und das Wasser verteilte sich im Außenraum. War dann aber schnell gefixt und so konnte es losgehen.

Man schwebt in einer 37 Grad warmen Salzlauge in einem angenehm warmen Zimmer, die Ohren sind unter Wasser und hören nichts. Der Deckel ist zu, bis auf einen ganz kleinen Sauerstoffrand der etwas heller war aber meistens außerhalb des Fokus meines Blickes war es einfach nur schwarz.

So unter Sinnesentzug schwebend kam es bald zu den ersten eigenartigen, aber sehr angenehmen Erscheinungen: Der Körper wand sich auf einem in Formen und Kurven, die er nicht annehmen konnte, aber er tat es. Ich verwandelte mich in einen hängenden Halbkreis-Körper, bog mich wieder zurück und lag dann auf einmal am Bauch, ohne den Körper zu bewegen.

Ich bin ja mehr der Gefühlstyp, was bedeutet ich spüre mehr als ich sehe (mit den inneren Sinnen). Vielleicht kam es daher, vielleicht werden aber auch visuelle Typen sofort gefühlsmäßig verändert dank der im Tank herrschenden Bedingungen.

Auf jeden Fall konnte mein Kreislaufzentrum mit den seltsamen Informationen die es erhielt, nach 10 Minuten nichts mehr anfangen und drehte sich wie es will (aber ohne jegliche Schwindel sondern kontrolliert und angenehm), und das Körpergefühl an sich löste sich nicht auf, aber bog sich eben in alle Formen und Richtungen, angenehm, kontrolliert und entspannend, und sehr fließend.

Nachdem ich dies nun eine Weile genossen hatte, begann ich, meinen Plan zu reisen, umzusetzen. Ich entschied mich für den Goldkörper, informierte meine Mentorin, dass ich hochkomme und begann mit der Prozedur. Währenddessen erkannte ich auch schon meinen Trugschluss: Ich dachte, mit verringerter Körperwahrnehmung fällt es leichter, in den anderen Körper zu wechseln und dort eventuell näher an die 100 % Wahrnehmung mit allen Sinnen zu kommen. Doch bedachte ich nicht, das ich ja im Wasser schwebte das eine Oberfläche hat. Das eine unruhige Oberfläche hat und die sich, zwar als sehr passend temperierte, aber dennoch als permanente in Bewegung befindlichen Körpergefühle äußerte und ich ja nun diese, noch dazu neuen Wahrnehmungen, loslassen musste um ordentlich hochgehen zu können. Ich kam zwar zu ihr aber nach ein paar Minuten ging ich wieder runter. Experiment gelungen, Ergebnis aber eher negativ.

Nun versuchte ich, mich völlig in die Körperlosigkeit fallen zu lassen, um mir einen farblichen und bildhaften Trip zu verschaffen. Gelang nicht, gelingt mir auch so eher selten, meistens am ehesten vor dem Einschlafen. Aber ohne Ziel und Sinnhaftigkeit. Daher ließ ich das und ging zum nächsten Versuch über: gezielte innere Bilder besser sehen.

Ich bat meine Mentorin, mir doch ein Bild aufs 3. Auge zu spielen. Mal schauen ob ich das nun besser sehen würde: Es klappte dann recht gut, aber da dies generell eine Übungssache ist, und man selbst eben sein 3. Auge aktivieren und verwenden lernen muss, wie als Kleinkind eben sehen und hören, und ich das nicht oft übe, sehe ich keinen Vorteil darin das man dies schwimmend in dem Deprivations- Tank macht …

Und genoss die letzten 10 Minuten von den 50 dann doch mit Sternenhimmel und offener Muschel (was für ein Sauerstoff-Flash nach dem ersten aufmachen).

Alles in allem einen Besuch für die Erfahrung auf jeden Fall wert. Google hilft, wer es ausprobieren möchte, denn diese Floating Tanks gibt es in allen Preisklassen bereits in jedem halbwegs zivilisiertem Städtchen.

Salzige Grüße,
Krischan777

Ps: Weißt du, wie das Salz in die Meere kam? Rammstein hilft: Sind die Tränen der Haifische .:.



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