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Der Binary-Code – das etwas andere Glücksspiel

Als SPAM kam dieser Link, aber schön verpackt, daher: http://www.der-binary-code.com/video.html

Nachdem ich das Video angesehen habe, und via Gulli-Board noch Zusatzinformationen eingeholt habe, ist mein Bild darüber komplett.

Nun kann jeder online zum „Trader“ werden, ohne mehr Risiko als ein wenig Zeitaufwand und einen Startbetrag, den man aber völlig fürs Traden verwenden kann.

Da es um Put’s und Call’s geht, man also auf steigende und fallende Trends setzen kann, macht man damit am großen Finanzwettkasino im sehr kleinen mit. Also genau das, was längst verboten sein sollte. Zu mindestens seit 2008, nachdem die ganze Welt erkennen durfte, was da los ist und die Politiker eigentlich weltweit und geschlossen nur mit Verboten des Finanzkasinos angemessen reagieren hätten können.

Was sie aber nicht getan haben, die Finanzindustrie hat einfach alle erpresst. Mit Phrasen wie Systemrelevant, to big to fail und Systemkollaps. Und nun geht es weiter: Jetzt darf der kleine Mann von zuhause aus auch mitmachen. Ach wie praktisch.

Ein Link zum Gulli-Thread zu dem Thema: http://board.gulli.com/erfahrung-the-binary-code-und-option-bit/

Ja, es wirkt sehr seriös und plausibel. Und die Kosten trägt man pro Trade, ob man gewinnt oder verliert ist dabei aber egal. Aber mehr als den Einsatz wieder verlieren kann nicht passieren, und analog zum Kasino gewinnt hier nicht die Bank, sondern der Online-Broker, der nämlich jedes Mal seine % mitschneidet. Und möglicherweise die Geschäfte gar nicht am echten Markt tätigt, sondern nur die Rate ausbezahlt oder das Geld einstreicht. Doch bei dem aktuellen elektronischen Handelsmöglichkeiten ist es nicht abwegig, die Online-Trades der Spieler ins System reinlaufen zu lassen.

Also wer bereits online Glückspiele spielt, kann ruhig hier auch einsteigen und sein Geld mit „realen Werten“ riskieren.

Was zu beachten ist:

– Irgendwer muss die Zeche zahlen. Jeder Gewinn ist zugleich ein Verlust für jemanden anderen. Win-Win ist bei derartigen Geschäften einfach nicht möglich. Das war nur früher so, beim normalen Handeln mit Waren.

– Es ist zwar korrekt, dass die Broker seriös sind in der Ausschüttung, also wenn man genug hat, zahlt man sich den Gewinn wieder aus. Aber: Niemand, wirklich niemand kann nachprüfen, ob die Geschäfte wirklich gemacht werden. Was aber egal ist, solange der Gewinn ausbezahlt wird.

– Die 99 % können so am Wettkasino Finanzwirtschaft alle auch mitmachen, bis das System völlig kaputt ist. Doch ist nicht das genaue Gegenteil unser Ziel? Ein anderes, menschenfreundliches (und zwar für alle 100 % !!) System, wo nicht nur die „Insider“ gewinnen und alle anderen verlieren?

– Richtig Reich kann man gar nicht werden damit. Der Einsatz müsste da schon ein anderer sein, außerdem verliert man sicher auch wieder öfter die Wetten. Aber wer so seinen Lebensunterhalt als Minischmarotzer und Miniprofiteur eines wahnsinnigen Systems sich verdienen will, bitte sehr. Solange es noch geht.

Ist es eine Überlebensfrage für die einen Menschen, die vielleicht wirklich sonst keinerlei Möglichkeit haben, und dank des noch stärker werdenden Sozialabbaus regelmässig Geld benötigen, dann würde ich sagen: Ja, wieso nicht. Für alle anderen Menschen ist es eine Gewissensfrage, die man eher mit NEIN beantworten sollte.

Nachdenkliche Grüße,
Krischan



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