Die politische Kommunikation in der Republik Österreich hat sich in den vergangenen Jahren einem fundamentalen, irreversiblen Strukturwandel unterzogen. Im Epizentrum dieser tektonischen Transformation steht nicht bloß die passive Adaption neuer digitaler Technologien durch etablierte parteipolitische Akteure, sondern der gezielte, hochgradig finanzierte und strategisch orchestrierte Aufbau eines parallelen Medienökosystems durch die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ). Im gegenwärtigen Zeitfenster des Jahres 2026, unmittelbar nach einem von multiplen ökonomischen und sozialen Krisen sowie einem turbulenten Superwahljahr 2024 geprägten politischen Klima, zeigt sich die österreichische Medienlandschaft tiefer gespalten und fragmentiert denn je zuvor. Obwohl die FPÖ bei den historischen Nationalratswahlen im September 2024 mit einem signifikanten Anteil von 28,8 Prozent der abgegebenen Stimmen als unangefochten stärkste Kraft hervorging, führte die nachfolgende, hochkomplexe Regierungsbildung im März 2025 zur Angelobung von Christian Stocker (ÖVP) als Bundeskanzler einer Koalition ohne freiheitliche Regierungsbeteiligung.1 Diese unerwartete Rückkehr in die Oppositionsrolle, untrennbar gepaart mit dem anhaltenden und emotionalisierenden Narrativ des um seinen vermeintlichen Regierungsauftrag gebrachten „Volkskanzlers“ Herbert Kickl, hat die medialen Bemühungen der Partei nicht etwa gedämpft oder in eine Resignation überführt, sondern vielmehr als hochpotenter Katalysator gewirkt.3
Die vorliegende Analyse, die sich als tiefgreifende Bestandsaufnahme und wissenschaftlich fundierter Blog-Report versteht, beleuchtet exhaustiv, wie die FPÖ die österreichische Medienlandschaft in der aktuellen Konstellation bearbeitet, welche technologischen, finanziellen und rhetorischen Instrumente sie hierfür instrumentalisiert und welche tiefgreifenden Verschiebungen im öffentlichen Diskurs durch dieses systematische Vorgehen unverkennbar bemerkbar sind. Es offenbart sich dem analytischen Blick ein multidimensionaler, geradezu generalstabsmäßig geplanter Ansatz, der die direkte parteiliche Kommunikation, die symbiotische und finanzielle Verflechtung mit sogenannten Alternativmedien, die algorithmische Hegemonie auf globalen Social-Media-Plattformen sowie den stetigen, zermürbenden Angriff auf etablierte, unabhängige Medieninstitutionen und die Zivilgesellschaft umfasst. Diese Entwicklungen finden in einem Umfeld statt, in dem das Vertrauen in traditionelle Nachrichtenquellen global erodiert und neue technologische Vektoren, wie Generative Künstliche Intelligenz, die Integrität des demokratischen Diskurses zusätzlich auf die Probe stellen.
Die historische Genese und die strukturelle Evolution des freiheitlichen Medienökosystems: Vom gedruckten Parteiorgan zur hypermedialen Parallelwelt
Die strategische Konzeption der FPÖ, traditionelle journalistische Gatekeeper – also die Redaktionen etablierter Tageszeitungen und öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten – systematisch zu umgehen, ist historisch gewachsen und tief in der DNA der Partei verwurzelt, hat aber unter der ideologischen Führung von Herbert Kickl eine beispiellose Professionalisierung, Radikalisierung und digitale Skalierung erfahren. Bereits in den frühen 2000er Jahren, parallel zur zunehmenden Etablierung des Internets als politisches Leitmedium, begann die Partei, mediale Strukturen abseits der traditionellen Presselandschaft aufzubauen.5 Was einst in der analogen Ära mit Printprodukten wie der bereits im Jahr 1949 unter dem Namen „Die Neue Front“ gegründeten „Neuen Freien Zeitung“ (NFZ) begann – die bis zum heutigen Tag als wöchentlich erscheinendes Zentralorgan der Partei fungiert und in Vorwahlzeiten an sämtliche Haushalte der Republik versendet wird –, hat sich zu einem hochkomplexen, digital vernetzten und algorithmisch optimierten Netzwerk ausgeweitet.6 Der Sitz der Redaktion der NFZ befindet sich nach wie vor in der Parteizentrale in Wien, was die direkte inhaltliche Kontrolle durch den Parteiapparat strukturell absichert.6
Direkte Parteimedien als audiovisuelle Speerspitze der Desinformation und Polarisierung
Im absoluten Zentrum der direkten Parteikommunikation steht das erklärte Bestreben, politische Inhalte, ideologische Framings und gezielte Narrative völlig ungefiltert, journalistisch ungeprüft und ohne die einordnende Kontextualisierung durch kritische Journalisten an die eigene Klientel zu transportieren.5 „FPÖ-TV“, der parteieigene YouTube-Kanal, fungiert in diesem Gefüge als das zentrale Bewegtbildmedium und hat sich zu einem veritablen Quoten-Giganten entwickelt. Mit über 178 Millionen kumulierten Aufrufen seit seiner Gründung im Jahr 2012 und einem massiven, fast schon exponentiellen Abonnentenwachstum, das sich seit Beginn der Corona-Pandemie vervielfacht hat – von 40.000 Abonnenten im Frühjahr 2020 über 86.000 im Januar 2021 auf über 200.000 im Herbst 2023 –, deklassiert die FPÖ die Konkurrenz in diesem spezifischen Segment vollends und unangefochten.6 Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) verzeichnete im selben Untersuchungszeitraum lediglich einen marginalen Bruchteil dieser digitalen Reichweite, konkret rund 223.996 Aufrufe und 1.760 Abonnenten.6
Die Methodik und Dramaturgie von FPÖ-TV ist klar und kompromisslos definiert: Statt sachlicher politischer Information oder dem Abwägen von Pro- und Kontra-Argumenten dominiert ein bewusst krawalliger, agitatorischer Stil, der auf maximale Emotionalisierung, moralische Empörung und gesellschaftliche Polarisierung abzielt.6 Videotitel, die trans Frauen im Sport als „absoluten Irrsinn“ bezeichnen, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als „nicht unsere Präsidentin“ delegitimieren, oder rabiate Abschiebeforderungen nach Afghanistan propagieren, dienen als hocheffektiver Clickbait für eine hochgradig mobilisierte, systemkritische Wählerschaft.6 Präsentiert werden diese polarisierenden Inhalte oftmals von rhetorisch geschulten Akteurinnen, die optisch einem spezifischen rechtskonservativen Idealbild entsprechen. Einst traten Abgeordnete wie Petra Steger oder Philippa Strache in dieser medienwirksamen Rolle auf, während aktuell die ehemalige ORF-Moderatorin Marie-Christine Giuliani das prominente Gesicht dieser inszenierten Empörungskultur ist, wodurch den polemischen Inhalten ein gefährlicher Anstrich professioneller Fernsehnachrichtensendungen verliehen wird.6
Eine signifikante strategische Neuerung in der Architektur dieser Parteimedien stellt im Jahr 2026 die Lancierung des parteieigenen digitalen Radiosenders „Austria First“ im Jänner dar.6 Die Namensgebung dieses Senders greift dabei bewusst auf historische und internationale populistische Slogans zurück – von Jörg Haiders umstrittenem „Österreich zuerst“-Volksbegehren im Jahr 1992, das damals bereits auf die Restriktion von Einwanderung abzielte und massive Gegenproteste der Zivilgesellschaft evozierte, bis hin zu Donald Trumps global bekannter „America First“-Doktrin, die in freiheitlichen Kreisen als Vorbild für einen nationalprotektionistischen Kurs zelebriert wird.8 Der Sender wurde von Parteichef Herbert Kickl mit dem vollmundigen Versprechen gestartet, exklusiv „echte Nachrichten“ anstelle von „linker Meinungsmache, wie wir sie aus den Systemmedien kennen“ zu liefern.7 Diese semantische Gegenüberstellung ist absolut fundamental für das Verständnis der Medienstrategie der FPÖ: Die eigene, stark gefilterte Propaganda wird als unverschleierte, mutige Wahrheit gerahmt, während unabhängiger, evidenzbasierter Qualitätsjournalismus pauschal als Teil einer elitären, volksfeindlichen und manipulativen Verschwörung delegitimiert wird. Die „Austria First“-App und das zugehörige Radio erweitern somit den Kanalmix der FPÖ um ein auditives Element, das eine noch engmaschigere Begleitung der Anhänger durch den Alltag ermöglicht.
Die parasitäre Symbiose mit dem rechten Alternativmedien-Netzwerk
Die volle diskursive Wirkmacht der FPÖ-Medienstrategie entfaltet sich jedoch erst durch das dichte, oftmals undurchsichtige Geflecht an nominell unabhängigen, de facto aber ideologisch, personell und finanziell eng mit der Partei verflochtenen sogenannten „Alternativmedien“. Zu diesem weitverzweigten Netzwerk zählen reichweitenstarke digitale Portale und Publikationen wie Unzensuriert.at, Info-direkt, Report24 (als Nachfolger des 2023 eingestellten Wochenblicks), Der Status, das Freilich-Magazin (welches in die Fußstapfen der 2018 eingestellten rechtsextremen Publikation Die Aula trat), Unser Mitteleuropa sowie der hochaggressive Online-Sender AUF1.6
Diese Medienplattformen bedienen konsequent und orchestriert die Verschwörungserzählung der „Lügenpresse“ und zielen mit einer asymmetrischen Kommunikationsstrategie darauf ab, das gesellschaftliche Vertrauen in etablierte Nachrichtenquellen und staatliche Institutionen systematisch zu untergraben.6 Sie bestätigen das ideologische Weltbild der freiheitlichen Wählerschaft durch eine hochgradig einseitige, oftmals faktenbefreite Berichterstattung, die Erschaffung klar definierter gesellschaftlicher Feindbilder (wie Migranten, Klimaschützer, EU-Bürokraten) und die ungenierte Verbreitung rechtsextremer Inhalte sowie absurder Verschwörungsmythen.5 Die strukturelle Nähe zur parlamentarischen Partei lässt sich exemplarisch und empirisch an der Plattform „Unzensuriert.at“ belegen, die sich selbst zwar als „demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich“ beschreibt, in der Praxis jedoch vor allem als reine Distributionsplattform zur Verbreitung von FPÖ-Positionen dient.6 Die Symbiose ist hierbei nicht nur ideologischer, sondern handfester pekuniärer Natur: Unzensuriert.at wird direkt durch Inseratenschaltungen der FPÖ finanziert, wobei offizielle Transparenzdaten belegen, dass unter anderem monatlich 4.300 Euro direkt aus den Mitteln des Freiheitlichen Parlamentsklubs in den Betrieb der Seite fließen.6
Die FPÖ zeigt dabei keinerlei Berührungsängste mit Formaten, die grundlegende journalistische Prinzipien und publizistische Standards verachten. Wie geleakte Verhandlungsprotokolle aus jüngerer Vergangenheit belegen, signalisierte die Partei in koalitionären Sondierungsgesprächen keine prinzipiellen Bedenken gegen faktenfreie Berichterstattung und stellte sogar die Möglichkeit in den Raum, staatliche öffentliche Medienförderungen für derartige Propagandaportale strukturell zu öffnen oder zu ermöglichen.11 Dieses Zusammenspiel von parlamentarischer Machtoption und außerparlamentarischer Medienmacht schafft ein geschlossenes ideologisches Biotop, in dem freiheitliche Wähler agieren können, ohne jemals mit dissonanten, korrigierenden Fakten konfrontiert zu werden.
Die Expansionsbestrebungen und imperialen Fantasien dieser Medien enden indes nicht an den österreichischen Landesgrenzen, sondern zielen auf eine paneuropäische Vernetzung der Neuen Rechten ab. Der österreichische Online-Sender AUF1, der in den vergangenen Jahren durch die Verbreitung kruder Verschwörungstheorien und extremer Positionen aufgefallen ist, drängte im Rahmen einer massiven Expansionsstrategie gezielt auf den weitaus größeren deutschen Fernsehmarkt. Dies rief im Jahr 2026 die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der deutschen Landesmedienanstalten auf den Plan. Die ZAK untersagte schließlich die Ausstrahlung von redaktionellen AUF1-Inhalten (die einen Umfang von stolzen sechs Stunden täglich im Programm von „schwarz rot gold tv“ (SRGT) ausmachten) wegen unzulässiger Programmeinflussnahme und verbotener Themenplatzierung nach Maßgabe des Medienstaatsvertrags, da die Sendezeit durch die österreichische Media in res Medien GmbH, Produzentin von Auf1, schlichtweg gegen Entgelt eingekauft wurde.12 Diese Sendezeiten, strategisch auf die Nachrichtenprimetime von 06:00 bis 07:45 Uhr sowie 18:00 bis 22:00 Uhr gelegt, umfassten Nachrichten, Magazine, Talkformate und Satire aus dem Auf1-Sendungsportfolio.12 Dieser gravierende medienrechtliche Vorfall illustriert eindrucksvoll die enorme finanzielle Potenz und die hochaggressive, grenzüberschreitende Distributionsstrategie dieses rechten Medienkonglomerats, das regulatorische Grauzonen und die strukturelle Schwäche privatwirtschaftlicher Senderstrukturen schamlos ausnutzt, um seine ideologische Reichweite in den gesamten deutschsprachigen Raum auszudehnen und eine transnationale Gegenöffentlichkeit zu etablieren.
Die digitale Hegemonie: Algorithmische Dominanz, TikTok und die radikale Mobilisierung der Jugend
Während die traditionelle Presselandschaft und die etablierten Fernsehsender weiterhin die primäre, wenn auch schwindende Informationsquelle für ältere demografische Kohorten darstellen, hat die FPÖ den existenziellen Kampf um die Aufmerksamkeit und politische Sozialisation der jungen Generation auf den Social-Media-Plattformen längst auf fatale Weise für sich entschieden. Die Relevanz und Dringlichkeit dieser Strategie wird durch den Jugend-Internet-Monitor 2026, eine repräsentative Studie der EU-Initiative Saferinternet.at, die die Plattformnutzung österreichischer Jugendlicher analysiert, eindrucksvoll untermauert.13 Social-Media-Plattformen diktieren heute zunehmend, exklusiv und algorithmisch gesteuert, wie Nachrichten konsumiert und politische Realitäten konstruiert werden. Hierbei stehen global agierende Netzwerke wie TikTok – das weltweit mittlerweile 1,7 Milliarden aktive Nutzer verzeichnet und von 2025 auf 2026 ein rasantes Wachstum von 11,86 Prozent aufweist – sowie Instagram im absoluten Fokus der strategischen Kommunikatoren.15 Der Jugend-Internet-Monitor 2026 belegt, dass TikTok bei den österreichischen Jugendlichen mit einer Penetration von 64 Prozent zu den absoluten Spitzenreitern der täglichen Nutzung gehört, auch wenn Plattformen wie Microsoft Teams im schulischen Kontext ebenfalls Relevanz aufweisen.13
Auf der Kurzvideoplattform TikTok dominiert die FPÖ die österreichische Politiklandschaft mit einem geradezu erdrückenden, fast monopolartigen Abstand, der die Unbeholfenheit der etablierten Parteien im Umgang mit diesen neuen Medien schonungslos offenlegt. Der Account von Parteichef Herbert Kickl vereint über 61.400 Follower und operiert mit einem Portfolio von 212 hochfrequent abgerufenen Videos.17 Spitzenpolitiker anderer Fraktionen wirken im direkten Vergleich wie digitale Statisten: Yannick Shetty von den NEOS erreicht durch enormen Output (763 Videos) zwar respektable 49.200 Follower, doch Julia Herr (SPÖ) ist mit lediglich knapp über 12.200 Followern (bei 47 Videos) weit abgeschlagen.17 Auch die institutionellen Parteiaccounts spiegeln diese Asymmetrie wider: Während der FPÖ-Account 43.802 Follower bei 307 Videos mobilisiert, dümpelt die ÖVP bei marginalen 3.926 Followern (106 Videos) und die Grünen bei völlig unbedeutenden 2.641 Followern (248 Videos).17 Auch andere FPÖ-Akteure der zweiten und dritten Reihe, wie Norbert Hofer (8.735 Follower) oder Generalsekretär Michael Schnedlitz (6.197 Follower), performen auf der Plattform signifikant stark und verdichten das blaue Netzwerk.17
Um diese drastischen Unterschiede in der digitalen Durchdringung der österreichischen Wählerschaft präzise zu quantifizieren, bietet sich eine vergleichende Betrachtung der Performance-Metriken an, welche die Diskrepanz zwischen der FPÖ und ihren politischen Mitbewerbern schonungslos offenlegt:
| Partei / Akteur | Zugehörigkeit | Anzahl Follower (TikTok) | Anzahl publizierter Videos | Digitale Relevanz |
| Herbert Kickl | FPÖ | 61.491 | 212 | Absoluter Marktführer im Personen-Ranking, primär durch Re-Uploads polarisierender Reden. |
| Yannick Shetty | NEOS | 49.239 | 763 | Stärkster Mitbewerber, erreicht Reichweite durch extrem hohe Publikationsfrequenz. |
| FPÖ (Partei-Account) | FPÖ | 43.802 | 307 | Dominierender institutioneller Account, profitiert von Synergieeffekten mit FPÖ-TV. |
| NEOS (Partei-Account) | NEOS | 20.260 | 561 | Zweitplatzierter Partei-Account, starker Fokus auf jugendspezifische Themen. |
| Julia Herr | SPÖ | 12.210 | 47 | Geringe Frequenz, Fokus auf inhaltliche Erklärungen limitiert virales Potenzial. |
| Norbert Hofer | FPÖ | 8.735 | 90 | Ergänzt das freiheitliche Portfolio um einen gemäßigteren, staatsmännischen Habitus. |
| Michael Schnedlitz | FPÖ | 6.197 | 59 | Scharfmacher der Partei, bedient die radikalere Basis auf der Plattform. |
| ÖVP (Partei-Account) | ÖVP | 3.926 | 106 | Frappierende digitale Irrelevanz der ehemaligen Kanzlerpartei bei der jungen Zielgruppe. |
| Grüne (Partei-Account) | Grüne | 2.641 | 248 | Schwächste Performance aller Parlamentsparteien, inhaltliche Entkopplung von der TikTok-Logik. |
Die Content-Strategie der Freiheitlichen auf TikTok unterscheidet sich dabei konzeptionell und handwerklich grundlegend von jener der politischen Mitbewerber. Während Akteurinnen wie Julia Herr (SPÖ) in einem geradezu rührenden, aber algorithmisch ineffizienten Glauben an den rationalen Diskurs auf inhaltliche Erklärvideos und die mühsame direkte Beantwortung von Kommentaren setzen, nutzt die FPÖ die Plattform kaltblütig als reinen Distributionskanal für hoch emotionalisierte, dekontextualisierte Ausschnitte aus Parlamentsreden und Sendungsschnipseln von FPÖ-TV.17 Direkte, persönliche Ansprachen an die Follower oder gar interaktive Dialoge sind auf dem Account des Parteichefs Kickl die absolute Ausnahme.17 Diese asymmetrische und rein senderorientierte Nutzung von Social Media ist kein Zufallsprodukt, sondern resultiert aus einem tiefen, geradezu kybernetischen Verständnis der algorithmischen Architektur von Plattformen wie TikTok.
Der weitgehend geheime, aber hochgradig effektive Empfehlungsalgorithmus des chinesischen Unternehmens ByteDance priorisiert rücksichtslos Inhalte, die Nutzer durch starke Reize auf der Plattform halten – oft durch die gezielte Erzeugung starker affektiver Reaktionen wie Wut, Angst oder Schadenfreude.18 Die konfliktgetriebene, rhetorisch zugespitzte und populistische Rhetorik der FPÖ, die stetig gegen Konstrukte wie „Die Systemmedien“ oder „die woke Elite“ agitiert, passt sich dieser toxischen Aufmerksamkeitsökonomie nicht nur an, sie perfektioniert sie.4

Der durchschlagende Erfolg dieser kybernetischen Taktik zeigt sich nicht nur in Österreich, sondern lässt sich empirisch auch im internationalen Vergleich belegen, was auf tiefere soziologische Verschiebungen im Wahlverhalten der Generation Z hindeutet. Wie Studien zur Bundestagswahl 2025 in der Bundesrepublik Deutschland alarmierend belegen, haben dort erschreckende 25 Prozent der 18- bis 24-Jährigen die Linke und 21 Prozent die rechtsextreme AfD gewählt, wofür unter anderem die durchdringende, algorithmisch verstärkte Präsenz dieser Parteien an den politischen Rändern auf Plattformen wie TikTok hauptverantwortlich gemacht wird.18 Die FPÖ repliziert und perfektioniert dieses importierte Muster für den heimischen österreichischen Markt, massiv unterstützt durch astronomische Werbebudgets auf älteren Plattformen wie Facebook, wo Herbert Kickls Seite eine Basis von über 315.000 Followern zählt und die Partei nachweislich mehr finanzielle Mittel in zielgerichtete digitale Werbekampagnen investiert als alle anderen politischen Mitbewerber des Landes zusammen.6 Der Ausblick auf das professionelle Marketing des Jahres 2026 zeigt zudem einen klaren Trend zu Micro-Communities und Content-Serien auf Kanälen wie Instagram Broadcast Channels, was der FPÖ-Strategie der fortlaufenden, seriellen Skandalisierung – sei es in Bezug auf Migration, Inflation oder vermeintliche EU-Diktate – weiter massiv in die Hände spielen dürfte und die Anhängerschaft in geschlossene Kommunikationsräume zieht.20
Der generalstabsmäßige Angriff auf Institutionen: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ORF) unter permanentem Beschuss
Während die FPÖ im unregulierten digitalen Raum weitgehend unbehelligt ihre Narrative skaliert und die Aufmerksamkeitsökonomie dominiert, führt sie parallel auf dem medienpolitischen Parkett einen orchestrierten institutionellen Zermürbungskrieg gegen den etablierten Medienapparat, und hierbei allen voran gegen das publizistische Flaggschiff der Republik: den Österreichischen Rundfunk (ORF). Der ORF stellt mit einem kolossalen Jahresumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro das mit historischem Abstand größte und einflussreichste Medienhaus des Landes dar und bietet – trotz wiederkehrender, teils berechtigter Kritik an struktureller Trägheit, Parteibuchwirtschaft bei Postenbesetzungen und mangelnder Transparenz in Spitzenverträgen – verlässlichen, qualitativ hochwertigen Journalismus.21 Für die strategische Ausrichtung der FPÖ fungiert der ORF jedoch als das unentbehrliche personifizierte Feindbild der „Systemmedien“, an dem sich die eigene Anhängerschaft abarbeiten kann.7
Die rhetorischen Angriffe der Freiheitlichen, die sich im Netz millionenfach verbreiten, sind auf der parlamentarischen Bühne in konkrete, radikale medienpolitische Forderungen gegossen, die unverhohlen darauf abzielen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk finanziell auszuhungern und gesellschaftlich zu delegitimieren. Ein zentrales, unablässig wiederholtes Wahlversprechen der Partei war und ist die sofortige Abschaffung der erst im Jahr 2024 neu eingeführten, geräteunabhängigen ORF-Haushaltsabgabe.21 Darüber hinaus fordern die Freiheitlichen rigorose Einsparungen im Budget des Hauses von mindestens 15 Prozent, was unweigerlich massive Einschnitte in den Informations- und Kulturbetrieb zur Folge hätte.21 Der überaus umtriebige ORF-Mediensprecher der FPÖ, Christian Hafenecker, befeuert diese Demontage kontinuierlich und bezeichnet das Institut wiederholt in martialischer Diktion als einen „Privilegienstadl“, der dringend trockengelegt werden müsse, da man schlichtweg keinen Rundfunk brauche, der sich systematisch auf Kosten der hart arbeitenden Beitragszahlerinnen und Beitragszahler „die Taschen vollstopft“.23
Diese fundamentale, fast schon systemsprengende Fundamentalopposition spiegelte sich überaus eindrucksvoll und in voller Härte in den Vorgängen rund um die Neubesetzung der ORF-Führungsriege im Frühjahr 2026 wider. In einer als historisch zu bezeichnenden, achtstündigen Marathonsitzung des ORF-Stiftungsrats im April 2026 wurde die renommierte Journalistin Ingrid Thurnher vom Gremium mit einer auf dem Papier breiten Mehrheit (31 von 35 Stimmen) zur Generaldirektorin gewählt – allerdings nach einem hart errungenen Kompromiss lediglich interimistisch bis Ende des Jahres.24 Zuvor hatte sie das krisengeschüttelte Haus bereits nach dem plötzlichen Rücktritt von Roland Weißmann kommissarisch geführt.24 Die FPÖ nutzte diesen administrativen Prozess virtuos für massives politisches Kleingeld und eine Inszenierung als einzige wahre Oppositionskraft: Die von ihr nominierten Stiftungsräte Peter Westenthaler (selbst eine schillernde Figur der früheren FPÖ/BZÖ-Ära) und Christoph Urtz verweigerten Thurnher demonstrativ die Stimme.26 FPÖ-Generalsekretär Hafenecker diskreditierte den gesamten demokratischen Wahlvorgang des Stiftungsrats umgehend als reines elitäres „Durchwinken“ in einem geschlossenen System. Er bezeichnete Thurnher, die als Favoritin unter den elf Bewerbern als Einzige überhaupt zu einem Hearing geladen war, als bloße vierzigjährige „Systemerhalterin“ und „Inventar“, die den „Skandalsumpf“ am Küniglberg lediglich verwalten, aber keinesfalls aufbrechen werde.24
Gleichzeitig feierte die FPÖ es als massiven medienpolitischen Sieg, dass der Stiftungsrat auf direkten Antrag des blauen Hardliners Westenthaler die Wahl für die reguläre, langfristige Periode ab 2027 um zwei Monate auf den 11. Juni 2026 vorverlegte, um eine raschere Neuordnung zu erzwingen.24 Weit gravierender für das Ansehen des ORF war jedoch ein weiterer Erfolg der FPÖ in dieser Marathonsitzung: Das Gremium beschloss mit großer Mehrheit weitreichende Akteneinsichten in den Compliance-Bericht zur Causa Weißmann sowie in bisher unter strengem Verschluss gehaltene Berichte zu Ex-Landesdirektor Robert Ziegler und ORF-III-Geschäftsführer Peter Schöber.26 Ein besonderer populistischer Treffer war die erzwungene Offenlegung des Luxuspensionsvertrags des Ex-Grünen-Spitzenfunktionärs Pius Strobl. Hafenecker ritt genüsslich auf der „Transparenzlücke“ herum, dass das für Strobl öffentlich ausgewiesene Jahreseinkommen von rund 452.000 Euro lediglich einen Teil der tatsächlichen Gesamtvergütung widerspiegle, da massive Rückstellungen für Pensionsansprüche im regulären Transparenzbericht geschickt verschleiert worden seien.23
Diese permanente Skandalisierung interner ORF-Vorgänge dient in der Logik der FPÖ jedoch nicht primär der konstruktiven Verbesserung der institutionellen Governance oder einer aufrichtigen Sorge um Steuergelder, sondern als unverzichtbare empirische Unterfütterung der freiheitlichen Kernerzählung: Dass unantastbare elitäre Zirkel den Staat und seine Institutionen schamlos zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil ausbeuten und das Volk betrügen. Auch auf legislativer Ebene im Parlament torpediert die FPÖ konsequent staatliche Regulierungen, die Transparenz in der politischen Kommunikation schaffen sollen, wenn diese Regulierungen die eigene Propagandamaschinerie gefährden könnten. So übte der freiheitliche Abgeordnete Michael Schilchegger im Nationalrat schärfste Kritik an neuen EU-Vorgaben für politische Werbung (EMFG-Begleitgesetz), prangerte drohende „drakonische“ Strafen für die Medien- und Werbewirtschaft an und beklagte eine unzulässige, fast schon diktatorische Einmischung der Europäischen Union in innerstaatliche Angelegenheiten, für die sie keinerlei Kompetenz besitze.23 Schilchegger argumentierte, dass politische Werbung in Österreich durch das Parteiengesetz und das Medientransparenzgesetz bereits ausreichend reguliert sei, und befürchtete durch die Schaffung von nunmehr fünf zuständigen Instanzen (darunter KommAustria und Datenschutzbehörde) einen beispiellosen bürokratischen „Murks“ und doppelte, EU-rechtswidrige Regelungen.23 In der machtpolitischen Diktion der FPÖ bedeutet der Ruf nach „Transparenz“ somit zumeist die schonungslose Offenlegung bei politischen Gegnern (wie NGOs oder dem verhassten ORF), während staatliche Regulierungen und Offenlegungspflichten für die eigene massive Parteienwerbung und das Alternativmediennetzwerk als Zensur und Bedrohung der Meinungsfreiheit geframt werden.
Um die aktuellen medienpolitischen Kräfteverhältnisse und die finanziellen Dimensionen, in denen sich diese Debatten im Jahr 2026 abspielen, zu illustrieren, ist ein Blick auf die staatlichen Medienförderungen aufschlussreich, die von der Regierung der FPÖ zum Trotz neu aufgestellt wurden:
| Bereich der Medienpolitik 2026 | Budget / Volumen | Politischer Kontext / Implikationen |
| Zustellförderung für Printmedien | 25 Millionen Euro | Reaktion auf die krisengebeutelte Printbranche; von der SPÖ durch Minister Babler forciert, vom Boulevard attackiert.27 |
| Förderung für journalistische Jugendangebote | 30 Millionen Euro | Versuch des Staates, dem algorithmischen Sog von TikTok durch Qualitätsinhalte für junge Zielgruppen etwas entgegenzusetzen.27 |
| Förderung für kommerzielle Privatsender | 25 Millionen Euro | Privatsender drängen auf Erhöhung, um im Konkurrenzkampf mit dem ORF und globalen Playern zu bestehen.27 |
| Digitaltransformationsförderung | Befristet bis 2027 | Wurde von der EU nur befristet genehmigt; zwingt Verlage wie Mediaprint und Kurier zur radikalen Neuaufstellung.27 |
| ORF Jahresumsatz (Referenzwert) | ca. 1,1 Milliarden Euro | Das immense Budget des ORF dient der FPÖ als Hauptargument für ihre radikale 15%-Kürzungsforderung.21 |
Diskursverschiebungen und semantische Umdeutungen: Von der Torpedierung der Klimapolitik zur Kriminalisierung der Zivilgesellschaft
Die weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen dieser finanzstarken, orchestrierten Medien- und Kommunikationsstrategie auf den gesellschaftlichen Diskurs in Österreich sind tiefgreifend, toxisch und mittlerweile durch diverse wissenschaftliche Studien empirisch hart belegbar. Die FPÖ zielt in Debatten schon lange nicht mehr darauf ab, den politischen Gegner mit sachlichen, inhaltlichen Argumenten oder überlegenen Lösungskonzepten zu überzeugen. Das übergeordnete Ziel ist vielmehr die strategische Verschiebung der Koordinaten des Sagbaren („Overton-Fenster“) sowie die radikale Politisierung und Toxifizierung von ehemals wissenschaftlich oder gesellschaftlich konsensualen Themen.
Die bewusste Verschleppung und Vergiftung der Klimadebatte
Ein überaus prägnantes und messbares Beispiel für diese destruktive Diskursintervention liefert die detaillierte Analyse des österreichischen Klimadiskurses im Jahr 2025. Das im April 2026 veröffentlichte, umfassende „Klimadiskurs-Monitoring 2025“ des renommierten Kontext-Instituts (basierend auf einem repräsentativen Datensatz des Meinungsforschungsinstituts FORESIGHT) belegt eindrucksvoll, dass die allgemeine mediale Berichterstattung über Klimapolitik im Superwahljahr 2024 und den Folgejahren quantitativ massiv in den Hintergrund getreten ist, während Wirtschafts- und Standortfragen den Diskurs dominierten.28 Im Vergleich zum Jahr 2023 sank die Berichterstattung in Leitmedien (wie Standard, Presse, Kronen Zeitung sowie den Informationssendungen von ORF2 und Ö3) um fast ein Viertel; die APA-Mediendatenbank verzeichnete für 2025 nur noch 7.856 einschlägige Treffer, was einem nochmaligen Rückgang von knapp 13 Prozent gegenüber den 9.020 Treffern des Jahres 2024 (und den 10.329 Treffern im Jahr 2023) entspricht.28
Trotz dieses quantitativen Rückgangs wurde die Debatte laut der qualitativen Analyse der Studie zum Großteil – konkret zu 69 Prozent – konstruktiv geführt, getrieben vor allem durch die Wissenschaft (18 Prozent Diskursanteil) und zunehmend durch Wirtschaftsakteure (deren Diskursanteil von 9 Prozent auf 15 Prozent stieg), welche die enormen ökonomischen Chancen der Ökologisierung für Wohlstand und Standort in den Mittelpunkt stellten.28 Der Anteil sogenannter „verschleppender“ Inhalte lag jedoch bei besorgniserregenden 26 Prozent.28 Die Methodik der Studie definiert „verschleppend“ dabei als die Verbreitung von Scheinlösungen, das bewusste Schüren von Ängsten, das Abschieben von Verantwortung und das Säen von gezielter Desinformation und Zweifel an der Dringlichkeit der Maßnahmen.28
Die FPÖ spielt in diesem destruktiven, verschleppenden Segment des Diskurses eine absolute, unangefochtene Vorreiterrolle. Obwohl sich die Partei im Analysezeitraum quantitativ seltener explizit zu Klimafragen äußerte als andere Fraktionen (insgesamt wurden 21 zentrale Aussagen erfasst), fiel sie qualitativ am extremsten auf: Erschreckende 76 Prozent der Aussagen der FPÖ wurden wissenschaftlich als aktiv diskursverschleppend kategorisiert.28 Die Partei operiert hierbei nicht mit Fakten, sondern mit einem perfiden linguistischen Framing. Aggressive Kampfbegriffe wie die „Öko-Planwirtschaft“ oder die Diffamierung von Wissenschaftlern als „Klima-Fetischisten“ werden systematisch und wiederholt in die mediale Blutbahn injiziert, um zwingend notwendige klimapolitische Maßnahmen als elitäre, existenzvernichtende Zwangsmaßnahmen zu diffamieren.28 Anstatt über technische Lösungen im Bereich Energie oder Mobilität zu diskutieren, werden Ängste vor dem sozialen Abstieg geschürt und die Bemühungen von Klimaaktivisten (die ohnehin nur auf eine marginale mediale Repräsentanz von zwei Prozent kamen) ins Lächerliche gezogen.28 Diese Strategie fügt sich nahtlos und logisch in das internationale rechte Narrativ ein, das nach der erfolgreichen Bekämpfung und Delegitimierung staatlicher Pandemie-Maßnahmen (die FPÖ feierte noch Ende 2024 bei den US-Wahlen Donald Trumps vermeintlichen Sieg über die „woke Elite“ und instrumentalisierte in diesem Atemzug den heroischen Widerstand gegen die sogenannte „Coronadiktatur“ in Österreich 8) nun den Klimaschutz als das nächste große Einfallstor für staatliche Bevormundung und Freiheitsberaubung darstellt.

Die Kriminalisierung der Zivilgesellschaft und die schleichende „Orbanisierung“
Neben der aggressiven Bekämpfung der Klimapolitik konzentriert sich die diskursive Kriegsführung der FPÖ zunehmend und mit wachsender Härte auf die unabhängige Zivilgesellschaft und sogenannte Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die ein essenzielles Korrektiv in jeder funktionierenden Demokratie darstellen. Im Sommer 2025, konkret am 27. Juni 2025, initiierte die Partei einen beispiellosen administrativen Angriff im Parlament: Sie stellte eine massive parlamentarische Anfrage an alle Bundesministerien unter dem hochgradig suggestiven und diffamierenden Titel „Wie viel Steuergeldmillionen verschlingt das NGO-Business in Österreich?“.30 Dieses absurde Konvolut umfasste 2.175 Einzelanfragen, erstreckte sich über 228 Seiten und verlangte detaillierte Auskünfte zu 725 verschiedenen gesellschaftlichen Organisationen, die bis zum 25. August 2025 zu beantworten waren.30
Diese bürokratische Überflutung war selbstverständlich nicht von dem ehrlichen, parlamentarischen Bestreben nach staatlicher Haushaltskontrolle getrieben. Vielmehr verfolgte sie das unverkennbare Ziel, den gesamten gemeinnützigen Sektor, der soziale und karitative Aufgaben für Millionen von Ehrenamtlichen bündelt, unter einen pauschalen Generalverdacht der Korruption, der Untreue und der staatlichen Ausbeutung zu stellen.30 Völlig absurde Blüten trieb dieses Unterfangen dadurch, dass Organisationen, die nachweislich keinerlei öffentliche Gelder beziehen – wie beispielsweise die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch –, namentlich in einen konstruierten Zusammenhang mit dem angeblichen „Versickern“ von hart erarbeitetem Steuergeld gebracht wurden.30 Wissenschaftler und Soziologen wie Michael Meyer und Ruth Simsa vom renommierten „Diskurs. Das Wissenschaftsnetz“ ordnen diese schlecht recherchierten, faktisch haltlosen, aber in der eigenen Echokammer medial hochwirksamen Attacken als blanken, destruktiven Populismus ein, der von eklatanter Unkenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge bezüglich der Erbringung sozialer Leistungen zeugt.30
Diese Strategie entspringt keinem Zufall, sondern folgt einem international erprobten, toxischen Muster autoritärer und rechtspopulistischer Regierungsformen. Es ist die unverkennbare Blaupause der Politik von Viktor Orbán in Ungarn, der systematisch versucht, regierungskritische Stimmen, demokratische Beteiligung und pluralistische Diskurse einzuschränken, indem er die Zivilgesellschaft medial diskreditiert, sie gesetzlich schikaniert und finanziell austrocknet.22 In der Diktion der Attac-Analysen zur Demokratiegefährdung zeigt sich deutlich, dass die FPÖ, ähnlich wie Orbán, demokratische Institutionen schleichend aushöhlen möchte. Dazu gehört auch der unverhohlene Kampf gegen eine weisungsfreie Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), deren unangenehme Ermittlungen (etwa gegen Parteichef Kickl selbst) durch ein künftiges freiheitliches Justizministerium politisch abgewürgt werden könnten.22 Die semantische Rahmung des aufopferungsvollen gesellschaftlichen Engagements tausender Vereine als lukratives, parasitäres „NGO-Business“, das dem ehrlichen österreichischen Steuerzahler auf der Tasche liege, verfängt in den Echokammern der Alternativmedien exzellent und untergräbt das Fundament der gesellschaftlichen Solidarität.
Die radikale Neukalibrierung der politischen Semantik im Parlament
Diese weitreichenden diskursiven Verwerfungen spiegeln sich schließlich in einer radikalen Neukalibrierung der politischen Sprache wider. Die FPÖ hat es durch ihre permanente mediale Beschallung erfolgreich geschafft, toxische Termini aus dem extremen, außerparlamentarischen rechten Milieu – explizit aus den Kreisen der Identitären Bewegung (IBÖ), die noch am Wahlabend des Jahres 2024 mit Bannern („29 % für Remigration!“) vor den Wahlfeiern der anderen Parteien aufmarschierten und den Wahlsieg der FPÖ als Erfüllung ihres „Jahre der Aufklärung“ feierten – in den parlamentarischen Mainstream zu importieren.8
Transkribierte Debatten im Bundesrat und Nationalrat der Jahre 2025 und 2026 belegen schonungslos, wie vollkommen selbstverständlich hochproblematische Kampfbegriffe wie „Remigration“ (als euphemistische Chiffre für massenhafte Vertreibungen), „Volkskanzler“ (in Anlehnung an historische Führerfiguren) oder die besagten „Systemmedien“ mittlerweile von FPÖ-Mandataren in hochoffiziellen, im Protokoll verankerten Reden am Rednerpult verwendet werden.3 Selbst in der ungeliebten Oppositionsrolle hält die FPÖ den medialen Druck unerbittlich aufrecht. Sie bezichtigt den gewählten Kanzler Stocker, Abgeordnete der ÖVP und andere Vertreter der „Systemparteien“ permanent der „EU-Hörigkeit“ und nutzt die hohe Reichweite parlamentarischer Debattenausstrahlungen, um absurde, internetgenerierte Verschwörungserzählungen zu legitimieren – wie etwa die irrwitzige Behauptung im Bundesrat, Mütter müssten sich gegenüber ihren Kindern rechtfertigen, dass durch angebliche EU-Diktate nun die Verarbeitung von Mehlwürmern und Wanderheuschrecken in die heimische Nahrung erzwungen werde.3 Die würdevolle Sprache und Funktion des demokratischen Parlaments wird auf diese Weise zum bloßen Content- und Clip-Lieferanten für TikTok degradiert, wo diese aus dem Zusammenhang gerissenen, radikalisierten Begriffe durch den Algorithmus unkommentiert millionenfach repliziert und bei der Jugend normalisiert werden.
Demokratiepolitische Implikationen im Lichte aktueller sozialwissenschaftlicher Studien
Die besorgniserregenden Entwicklungen in der österreichischen Medienlandschaft der Jahre 2025 und 2026, massiv forciert und beschleunigt durch die strategischen, hochfinanzierten Operationen der FPÖ, zeichnen in der politikwissenschaftlichen Gesamtschau das Bild einer vulnerablen Demokratie, die sich einem beispiellosen Stresstest unterzogen sieht. Die Auswirkungen auf das ohnehin brüchige demokratische Fundament lassen sich an drei zentralen, empirisch untermauerten Entwicklungen festmachen, die das Potenzial besitzen, die politische Kultur Österreichs dauerhaft zu verändern.
Erstens erodiert das gesellschaftliche Grundvertrauen in die Institution klassischer Nachrichtenmedien auf geradezu fatale Weise unaufhörlich. Laut den weitreichenden Analysen des international beachteten Reuters Digital News Report 2025 verharrt das allgemeine Vertrauen der Bevölkerung in Nachrichten weltweit das dritte Jahr in Folge auf einem historischen Tiefstand von lediglich rund 40 Prozent.16 Auch wenn in Österreich öffentlich-rechtliche Marken wie der ORF mit 45 Prozent bei TV-News und 41 Prozent im Bereich der Radio-News noch vergleichsweise beachtliche Werte erzielen, zeigt der Bericht eindeutig den unaufhaltsamen Siegeszug alternativer Medienökosysteme.31 Die absolute Mehrheit der Rezipienten verlässt sich für ihre politische Information mittlerweile auf aggregierte Online-Inhalte, die über Smartphones (71 Prozent der Konsumenten) und die Feeds sozialer Netzwerke konsumiert werden, wo Emotion vor Faktenabwägung gereiht wird.16 Die FPÖ nutzt dieses massive mediale Vakuum nicht nur als Trittbrettfahrer aus, sie produziert es aktiv mit. Durch die stetige, orchestrierte Diffamierung von hart recherchierendem Qualitätsjournalismus als Handlanger der „Systemmedien“ und die konsequente Förderung des toxischen Narrativs der „Lügenpresse“, treibt die Partei ihre Wähler systematisch aus dem gesellschaftlichen Konsens in die Arme des eigens geschaffenen, von Algorithmen befeuerten Alternativmedien-Ökosystems.6
Zweitens führt diese Entwicklung der Mediennutzung zu einer fatalen und unumkehrbaren Fragmentierung der digitalen Öffentlichkeit, die insbesondere die nachwachsende Generation erfasst. Der im März 2026 publizierte österreichische Demokratie Monitor des Instituts FORESIGHT weist in drastischen Zahlen darauf hin, wie kritisch und entfremdet junge Menschen der Institution der parlamentarischen Demokratie mittlerweile gegenüberstehen: Weniger als die Hälfte der Jugendlichen in Österreich bringt dem Parlament noch Vertrauen entgegen.33 Wenn ein rasant wachsender und bald wahlentscheidender Teil der Bevölkerung seine gesamte politische Information ausschließlich aus hochgradig radikalisierten, auf Empörung gebürsteten Echokammern wie FPÖ-TV, dem Sender AUF1 oder den aggressiven TikTok-Feeds eines Herbert Kickl bezieht, schwindet die fundamentale epistemische Basis für einen gesellschaftlichen Konsens. Eine deliberative Demokratie benötigt zwingend einen geteilten Raum der Tatsachen, um politische Kompromisse aushandeln zu können. Die Medienstrategie der FPÖ setzt jedoch explizit nicht auf diesen Konsens, sondern auf die lukrative, machtpolitische Bewirtschaftung von Wut, Zukunftsängsten und radikaler Systemskepsis, um das bestehende Parteiengefüge zu sprengen.5
Drittens manifestiert sich im Handeln der Partei eine tiefe institutionelle Verwundbarkeit des österreichischen Staates. Die schockierende Tatsache, dass eine Partei, die sich mit ihrer Rhetorik immer häufiger am äußersten Rand des demokratischen Verfassungsbogens bewegt, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk offen mit finanzieller Vernichtung und „Trockenlegung“ bedroht und zeitgleich parlamentarische Instrumente in Misskredit bringt, um legitime zivilgesellschaftliche Korrektive (wie NGOs) einzuschüchtern, offenbart tiefgreifende illiberale Tendenzen.5 Diese Agitation geht weit über bloße hitzige Wahlkampfrhetorik hinaus. Die immer lauter werdenden Forderungen nach Abschaffung weisungsungebundener Instanzen oder die nachweislich manipulative Nutzung direktdemokratischer Instrumente (wie bei der Windkraft-Abstimmung in Kärnten) reihen sich nahtlos in eine kalte Logik der demokratischen Aushöhlung ein.22
Die Lage wird zudem durch rasante technologische Sprünge verschärft: Wie eine parlamentarische Fachstudie zur „Generativen KI und Demokratie“ eindringlich warnt, birgt der unregulierte Einsatz von Künstlicher Intelligenz und sogenannten Deepfakes die reale Gefahr, die ohnehin schon schlagkräftigen Desinformationsnetzwerke populistischer Parteien in naher Zukunft noch wesentlich effizienter, billiger und für den Laien schwerer durchschaubar zu machen.35 Die globale Dimension dieser Gefahr, autokratische Netzwerke über Social Media zu mobilisieren, zeigte sich laut Experten bereits am schockierenden Beispiel der rumänischen Präsidentschaftswahlen, wo der rechtsradikale Kandidat extrem hohe Zustimmungsraten (61 Prozent im ersten Wahlgang) in der durch gezielte Desinformationskampagnen manipulierten Diaspora verzeichnen konnte – ein Menetekel für zukünftige innereuropäische Wahlen.36
Zusammenfassend lässt sich mit wissenschaftlicher Nüchternheit konstatieren, dass die Bearbeitung und Durchdringung der österreichischen Medienlandschaft durch die FPÖ im Jahr 2026 den harmlosen Status klassischer politischer Public Relations oder bloßer Wahlwerbung längst überschritten hat. Es handelt sich um den strategischen, strukturellen Aufbau einer massiven infrastrukturellen und diskursiven Gegenmacht. Durch die hochintelligente Verzahnung von finanzstarken direkten Parteimedien, loyaler und abhängiger Alternativplattformen und der unangefochtenen algorithmischen Übermacht auf jugendaffinen Social-Media-Kanälen wie TikTok, ist es der FPÖ gelungen, eine in sich völlig geschlossene, immune narrative Schleife zu etablieren. Die unvermeidlichen Konsequenzen für Österreich sind eine fortschreitende, erbitterte Polarisierung des öffentlichen Diskurses, eine Toxifizierung essenzieller sachpolitischer Debatten (wie beim Klimaschutz oder der Migration) und eine schleichende, aber stetige Erosion des Grundvertrauens in die elementaren Säulen der liberalen Demokratie. Die Gegenstrategie etablierter Medienhäuser und demokratischer politischer Mitbewerber kann und darf sich daher nicht länger auf bloßes, oft wirkungsloses reaktives Faktenchecking beschränken, sondern muss zwingend die strukturellen Ursachen dieser immensen Vertrauenskrise und die kalten Funktionslogiken der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie in den absoluten Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen, um die Diskursfähigkeit der Republik Österreich auch für kommende Dekaden zu sichern.
Mit mitdenkenden Grüßen,
Euer Krischan
Referenzen:
- Bundeskanzler Christian Stocker – Bundeskanzleramt Österreich, Zugriff am April 26, 2026, https://www.bundeskanzleramt.gv.at/bundeskanzleramt/bundeskanzler-christian-stocker.html
- Wie gefährlich ist die FPÖ für Österreich und Europa? (20.02.2025) – Europe Direct Dortmund, Zugriff am April 26, 2026, https://www.europe-direct-dortmund.de/wie-gefaehrlich-ist-die-fpoe-fuer-oesterreich-und-europa-20-02-2025/
- Stenographisches Protokoll, 975. Sitzung des Bundesrates – Parlament Österreich, Zugriff am April 26, 2026, https://www.parlament.gv.at/dokument/BR/BRSITZ/975/fnameorig_1708974.html
- Stenographisches Protokoll, 11. Sitzung, XXVIII. GP des NR – Parlament Österreich, Zugriff am April 26, 2026, https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVIII/NRSITZ/11/fnameorig_1705402.html
- FPÖ-Medien und freiheitliche Sender und Portale: Die blaue …, Zugriff am April 26, 2026, https://www.diemedien.at/articles/fpo-medien-und-freiheitliche-sender-und-portale-die-blaue-medienwelt
- Propaganda & Verschwörungstheorien: So funktioniert das Mediennetzwerk der FPÖ – Kontrast.at, Zugriff am April 26, 2026, https://kontrast.at/fpoe-medien/
- ORF-Krise: Ganz nach Kickls Geschmack – News.at, Zugriff am April 26, 2026, https://www.news.at/politik/orf-herbert-kickl
- R echtsextremismus in Österreich 2024, Zugriff am April 26, 2026, https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVIII/III/309/imfname_1742755.pdf
- Active Civic Participation of Immigrants in Austria – The ACE Electoral Knowledge Network, Zugriff am April 26, 2026, https://aceproject.org/ero-en/regions/europe/AT/austria-active-civic-participation-of-immigrants
- Taking Stock of the Austrian Accession to the EU : With Regard to the Arguments of its Referendum Campaign in 1994, Zugriff am April 26, 2026, https://www.files.ethz.ch/isn/96750/57_Muller.pdf
- Alternative Medien: Sagen Sie niemals Journalismus dazu – profil.at, Zugriff am April 26, 2026, https://www.profil.at/meinung/alternative-medien-sagen-sie-niemals-journalismus-dazu/403009218
- ZAK untersagt die Ausstrahlung von redaktionellen Inhalten von Auf1 im Programm „schwarz rot gold tv“ wegen unzulässiger Programm-Einflussnahme – Medienanstalten, Zugriff am April 26, 2026, https://www.die-medienanstalten.de/presse/pressemitteilungen/zak-untersagt-die-ausstrahlung-von-redaktionellen-inhalten-von-auf1-im-programm-schwarz-rot-gold-tv-wegen-unzulaessiger-programm-einflussnahme/
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- Die Bundestagswahl 2025 auf TikTok – Zusammenhalt begreifen., Zugriff am April 26, 2026, https://fgzrisc.hypotheses.org/5841
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- Demokratie Monitor 2025: Junge Menschen und Demokratie – Parlament Österreich, Zugriff am April 26, 2026, https://www.parlament.gv.at/fachinfos/rlw/Demokratie-Monitor-2025-Junge-Menschen-und-Demokratie
- Demokratie Monitor 2025 – FORESIGHT Research • Forecasts …, Zugriff am April 26, 2026, https://foresight.at/dem25
- Generative KI und Demokratie – Parlament Österreich, Zugriff am April 26, 2026, https://www.parlament.gv.at/fachinfos/rlw/Generative-KI-und-Demokratie-00001
- Launch of The Global State of Democracy Report 2025 – YouTube, Zugriff am April 26, 2026, https://www.youtube.com/watch?v=fom0bzAMETc
