Der Schatten von Purdue über Aachen: Ein systemischer und operativer Vergleich der Opioid-Strategien von Grünenthal und Purdue Pharma

deutsche Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH verglichen mit US-amerikanischen Hersteller Purdue Pharma

Die Frage, ob das deutsche Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH mit dem US-amerikanischen Hersteller Purdue Pharma verglichen werden kann, gewinnt durch jüngste investigative Veröffentlichungen der globalen Recherchekooperation „World of Pain“ an brisanter Relevanz1. Die Analysen zeigen, dass ein solcher Vergleich nicht nur aufgrund struktureller Parallelen in den Marketing- und Lobbyismusmethoden gerechtfertigt ist, sondern dass beide Akteure auch über handfeste geschäftliche Allianzen und Lizenzbeziehungen historisch und operativ miteinander verflochten sind2. Während Purdue Pharma infolge der durch OxyContin ausgelösten Opioidkrise in den USA im Jahr 2019 Insolvenz anmelden musste und die Eigentümerfamilie Sackler mit massiven zivilrechtlichen Klagen konfrontiert ist, agiert das Aachener Familienunternehmen Grünenthal weiterhin als hochprofitabler Akteur auf dem globalen Markt1.

Direkte operative und juristische Allianzen zwischen Grünenthal und Purdue

Entgegen der Wahrnehmung zweier völlig isoliert voneinander agierender Akteure existieren weitreichende operative und technologische Kooperationen zwischen Grünenthal und Purdue Pharma4. Am 28. Mai 2013 schlossen die Grünenthal Gruppe und Purdue Pharma L.P. ein Lizenzabkommen, das dem US-Konzern den Zugriff auf geistige Eigentumsrechte für die Entwicklung einer missbrauchsverhindernden Formulierungstechnologie (abuse-deterrent formulation technology) für retardiertes Morphinsulfat einräumte4. Diese technologische Allianz spiegelt sich auch in langjährigen, gemeinsamen Patentstreitigkeiten vor US-Bundesgerichten wider10. Im Rahmen von Patentverletzungsklagen, beispielsweise gegen den Generikakonzern Teva Pharmaceuticals, traten Purdue und Grünenthal als gemeinsame Kläger auf, um ihre Exklusivitätsrechte an hochmolekularen Polyethylenoxid-Formulierungen und Oxycodon-Syntheseverfahren mit extrem niedrigen Grenzwerten für potenziell genotoxische Verunreinigungen (low-ABUK) gerichtlich abzusichern10.

Diese operativen Partnerschaften komplementieren die globalen Vertriebsstrukturen der Eigentümerfamilie von Purdue Pharma1. Die Familie Sackler zog in den Jahren vor der Insolvenz von Purdue rund 11 Milliarden US-Dollar aus dem Unternehmen ab, um ihr Vermögen zu sichern, und betrieb parallel über das internationale Firmennetzwerk Mundipharma den weltweiten Vertrieb von Opioiden1. Mundipharma erwirtschaftete allein zwischen 2020 und 2022 geschätzte 2,5 Milliarden US-Dollar in Australien, China und den fünf größten europäischen Volkswirtschaften2. Die Expansion nach Deutschland lässt sich bis in das Jahr 1997 zurückverfolgen, als ein in Saalfelden aufgenommenes VHS-Video dokumentierte, wie von Purdue Pharma gesponserte US-Schmerzspezialisten deutsche Mediziner auf die aggressive Verschreibungspraxis des damals neu eingeführten OxyContins einschworen und das Präparat als nahezu frei von Suchtrisiken darstellten6.

Systemische Parallelen im Marketing und der Indikationsausweitung

Die marketingstrategischen Gemeinsamkeiten beider Konzerne bei der Etablierung ihrer Leitpräparate weisen präzise deckungsgleiche Muster auf6. Beide Unternehmen standen vor der Herausforderung, hochpotente, potenziell stark süchtigmachende Substanzen im Markt zu platzieren6.

Purdue Pharma nutzte für OxyContin das Argument der zeitverzögerten Freisetzung (Retardierung), um Ärzten vorzuspiegeln, der Wirkstoff werde so langsam abgegeben, dass kein euphorischer Kick und somit keine Abhängigkeit entstehen könne6. Grünenthal wiederum wählte bei der weltweiten Vermarktung seines Flaggschiff-Opioids Tapentadol (Palexia, Nucynta) ein pharmakologisch abgewandeltes, aber strukturell analoges Argument9. Durch den dualen Wirkmechanismus – die Kombination aus Mu-Opioid-Rezeptor-Agonismus und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung – wurde behauptet, Tapentadol biete die Wirksamkeit starker Opioide bei einem signifikant reduzierten Risiko für Abhängigkeit und Atemdepression9. Interne Dokumente aus US-Gerichtsverfahren zeigen jedoch, dass diese Annahme wissenschaftlich von Anfang an auf wackeligen Beinen stand12. Bereits im Jahr 2012 gestand ein an einer zentralen Missbrauchsstudie beteiligter Professor ein, dass er keinerlei wissenschaftliche Beweise für diese Überlegenheit kenne, er jedoch damit leben könne, wenn die Marketingabteilungen der Lizenzpartner dies glaubten12.

Zudem forcierten beide Konzerne die Ausweitung der Verschreibungen auf chronische Nicht-Tumorschmerzen wie Rückenschmerzen oder Arthrose9. Dies geschah in bewusster Abkehr von internationalen Leitlinien9. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie Behörden in den USA und Großbritannien warnen ausdrücklich vor dem routinemäßigen Einsatz starker Opioide bei nicht-onkologischen chronischen Leiden, da das Risiko einer Toleranzentwicklung und Abhängigkeit immens hoch ist9. Jüngere medizinische Studien belegen, dass bis zu ein Drittel aller Patienten, die Opioide gegen chronische, nicht krebsbedingte Schmerzen erhalten, Symptome eines problematischen Konsums zeigen, während jeder Zehnte eine manifeste Abhängigkeit entwickelt11.

VergleichsparameterPurdue Pharma (Mundipharma)Grünenthal GmbH
Primäre Absatzmärkte & UmsatzUSA (historisch); international über Mundipharma (ca. 2,5 Mrd. USD Umsatz 2020–2022)1Europa, Lateinamerika (18 % des Schmerzumsatzes 2023), Australien9; Rekordumsatz von 1,8 Mrd. EUR (2024)8
Zentrales Opioid-ProduktOxycodon (OxyContin)2Tramadol (Tramal), Tapentadol (Palexia / Nucynta)9
Narrativ der RisikoreduktionPhysische Retardierung verhindert Missbrauch und Abhängigkeit4Dualer pharmakologischer Wirkmechanismus minimiert Suchtpotenzial und Atemdepression9
Wissenschaftliche BeweislageWissenschaftlich widerlegt; FDA-Warnungen und Strafzahlungen2Interne Audits (2019) bestätigten mangelnde wissenschaftliche Evidenz für reduzierte Suchtgefahr9
Verbreitungsweg chronischer SchmerzMassive Bewerbung für alltägliche Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden6Gezielte Promotion für Rückenschmerzen und Arthrose über Kampagnen wie „Change Pain“12
Regulatorischer Status des HauptproduktsSchedule II in den USA (hohes Missbrauchspotenzial)20Schedule II in den USA (Tapentadol); in Europa teils unzureichend reguliert (Tramadol)8

Verdeckte Einflussnahme auf Wissenschaft, Leitlinien und Behörden

Die Erschließung neuer Märkte beruhte bei beiden Unternehmen auf einer tiefgreifenden Einflussnahme auf wissenschaftliche Gremien und medizinische Fachgesellschaften14. Grünenthal investierte erhebliche finanzielle Mittel, um ein Netz aus befreundeten Schmerzspezialisten und Organisationen zu knüpfen14. Datenanalysen zeigen, dass das Unternehmen seit 2013 mehr als 9 Millionen US-Dollar an über 900 europäische Patientengruppen und medizinische Vereinigungen zahlte, darunter signifikante Summen an die European Pain Federation (EFIC) und Pain Alliance Europe14.

In Lateinamerika etablierte Grünenthal die zugangsbeschränkte Plattform „Medical Beyond“ zur ärztlichen Fortbildung9. In den dort verbreiteten Lehrvideos trat unter anderem die mexikanische Schmerzmedizinerin Silvia Allende Pérez auf, die Tapentadol im Vergleich zu Oxycodon als überlegen darstellte und auf Grünenthal-gebrandeten Folien ein „minimales Missbrauchspotenzial“ sowie eine nicht vorhandene Gefahr für Atemdepression deklarierte9. Dass Allende im Jahr 2009 als medizinische Managerin direkt bei Grünenthal angestellt war, wurde auf der Plattform verschwiegen9. Nach journalistischen Interventionen im Zuge des „World of Pain“-Projekts löschte Grünenthal die Plattform Ende Februar 202512.

Auch akademisches Ghostwriting wurde strategisch eingesetzt, um den wissenschaftlichen Diskurs zu verzerren12. Im Jahr 2009, als Johnson & Johnson die US-Lizenzrechte hielt, entwarf das dortige Tapentadol-Marketingteam mindestens ein Dutzend wissenschaftliche Manuskripte vollständig im Voraus, um anschließend namhafte Professoren als Scheinautoren anzuwerben12.

Ein besonders eklatanter Fall von regulatorischer Einflussnahme betrifft die Einstufung des Opioids Tramadol in Deutschland8. Tramadol, ein Blockbuster-Wirkstoff von Grünenthal aus den 1970er-Jahren, entwickelte sich global zu einer dramatischen Missbrauchsdroge, die in Westafrika aufgrund illegaler Massenexporte indischer Generikahersteller oft als „Koks des armen Mannes“ bezeichnet wird12. Als das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Jahr 2010 eine Unterstellung unter das strenge Betäubungsmittelgesetz (BtMG) prüfen ließ, intervenierte der zuständige Sachverständigenausschuss8. Der Ausschuss lehnte eine Verschärfung ab, woraufhin sich die Verordnungen von Grünenthals Tramal-Präparaten sprunghaft vervielfachten17. Spätere Recherchen von Paper Trail Media und dem NDR/ZDF-Magazin Frontal machten publik, dass tragende Experten des Ausschusses massive Interessenkonflikte aufwiesen: Eine Person war eine ehemalige Grünenthal-Managerin, eine weitere hatte gemeinsame Studien mit dem Konzern publiziert, und ein dritter Professor besetzte einen direkt von einer Grünenthal-Stiftung finanzierten Lehrstuhl8.

Gleichzeitig versuchten beide Konzerne, globale Institutionen zu instrumentalisieren16. Ein US-Kongressbericht deckte 2019 auf, dass Purdue über Mundipharma gezielt auf die WHO einwirkte, um deren Opioid-Leitlinien im Sinne einer liberaleren Verschreibungspraxis umzugestalten und Risiken zu marginalisieren, was die WHO schließlich dazu zwang, zwei ihrer offiziellen Richtlinien zurückzuziehen19. Grünenthal wiederum intervenierte 2014 über den Branchenverband IFPMA direkt bei der WHO, um schärfere internationale Kontrollmaßnahmen gegen Tramadol im Rahmen des WHO Tramadol Update Review Reports zu verhindern16.

Illegitime Marktbeeinflussung und regulatorische Rügen

Dass Grünenthal auch vor direkten Verstößen gegen Werbe- und Zulassungsvorschriften nicht zurückschreckte, belegen historische Verfahren in Großbritannien20. Zwischen 2010 und 2012 ermittelte die britische Prescription Medicines Code of Practice Authority (PMCPA) auf Initiative der Zulassungsbehörde MHRA gegen das deutsche Unternehmen20. Der Vorwurf wog schwer: Grünenthal hatte ein Team von Health Economic Liaison Managers (HELMs) systematisch darauf angesetzt, das Opioid Tapentadol bereits vor der offiziellen Marktzulassung gezielt bei rund 3.000 medizinischen Fachkräften zu bewerben20. Den Vertriebsmitarbeitern wurden detaillierte Informationsmappen an die Hand gegeben, die unzulässige Vergleiche zu Oxycodon enthielten, um den Markt vorab im Sinne des Herstellers zu manipulieren („Markterweichung“)22. Dies mündete in einer öffentlichen Rüge und der Verpflichtung zu umfassenden Re-Audits durch die britischen Kontrollinstanzen20. Parallel dazu wurde Grünenthal wegen irreführender und fehlerhafter Kostenvergleiche bei der Bewerbung des Schmerzpflasters Versatis für unzulässige Off-Label-Anwendungen gemaßregelt20.

Die historische Dimension: Contergan und die Kontinuität der Risikominimierung

Die ethischen Defizite in der Risikobewertung weisen bei Grünenthal eine historische Kontinuität auf, die weit vor die moderne Opioid-Ära zurückreicht12. Das Unternehmen erlangte weltweite Berüchtigtkeit durch die Entwicklung und Vermarktung des thalidomidhaltigen Schlafmittels Contergan in den 1950er- und 1960er-Jahren12. Trotz zahlreicher früher Warnhinweise von Ärzten über periphere Nervenschädigungen und Missbildungen bei Neugeborenen versuchte Grünenthal systematisch, kritische Publikationen zu unterdrücken, und wiegelte Bedenken ab24. Während Contergan in Deutschland im November 1961 nach einer Medienkampagne eilig vom Markt genommen wurde, vertrieb das Unternehmen den Wirkstoff als Schüttware in Spanien über lokale Lizenznehmer bis Mai 1962 ungeniert weiter24. Spanische Opferverbände klagten vergeblich gegen den Konzern, der jegliche Entschädigung verweigerte und sich erst im Jahr 2012 – über ein halbes Jahrhundert nach der Tragödie – zu einer moralischen Entschuldigung durchrang16.

Nach dem strafrechtlichen Desaster und der Einstellung des deutschen Contergan-Prozesses im Jahr 1970 aus mangelndem öffentlichem Interesse verlagerte Grünenthal seinen strategischen Fokus im Jahr 1977 mit der Einführung von Tramadol auf das Geschäftsfeld der Opioid-Schmerzmittel12. Dieses historische Erbe verdeutlicht, dass die systematische Priorisierung von Vertriebserfolgen vor der Patientensicherheit tief in der Unternehmenskultur verwurzelt ist und sich nahtlos von der Contergan-Katastrophe bis zur heutigen aggressiven Vermarktung von Tapentadol und Tramadol fortsetzt12.

Schlussfolgerungen und gesundheitspolitische Implikationen

Der detaillierte Vergleich zwischen Grünenthal und Purdue Pharma belegt, dass die Gleichsetzung beider Unternehmen auf systemischer und operativer Ebene vollkommen gerechtfertigt ist1. Während die US-amerikanische Justiz durch drakonische Strafen und Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe den Ruin von Purdue Pharma herbeiführte, profitiert das deutsche Familienunternehmen Grünenthal weiterhin von einem fragmentierten europäischen und lateinamerikanischen Aufsichtssystem, das wirksame Sanktionen erschwert1.

Die Parallelen in der Strategie zur Markterweiterung durch das systematische Unterlaufen internationaler Leitlinien (WHO), die gezielte Verharmlosung von Suchtrisiken über pharmakologische Narrative sowie die finanzielle Vereinnahmung wissenschaftlicher Beiräte und Fachgesellschaften zeigen, dass die Lehren aus der US-Opioidkrise außerhalb der USA nicht zu einem grundlegenden Umdenken geführt haben12. Solange regulatorische Instanzen und medizinische Fachgremien finanzielle Verflechtungen mit Herstellern wie Grünenthal dulden und Zulassungsbeschränkungen verwässert werden, bleibt das Risiko einer globalen Ausweitung der Opioid-Abhängigkeit auf hohem Niveau bestehen8.

Mit informativen Grüßen,

Euer Krischan

Referenzen:
  1. Articles by Madlen Davies’s Profile | The Examination Journalist | Muck Rack, https://muckrack.com/madlen-davies/articles
  2. In the US, opioid-maker Purdue is bankrupt. Its global counterparts make millions., https://www.theexamination.org/articles/in-the-us-opioid-maker-purdue-is-bankrupt-its-global-counterparts-make-millions
  3. World of Pain – The Examination, https://www.theexamination.org/series/world-of-pain
  4. Grünenthal Group and Purdue Pharma L.P. Enter Into a Licensing Agreement – BioSpace, https://www.biospace.com/b-grunenthal-group-b-and-purdue-pharma-l-p-enter-into-a-licensing-agreement
  5. Grünenthal Group and Purdue Pharma L.P. Enter Into a Licensing Agreement, https://www.prnewswire.com/news-releases/grunenthal-group-and-purdue-pharma-lp-enter-into-a-licensing-agreement-209178881.html
  6. Opioid-Krise: Deutsche Millionen für US-Pharma-Dynastie – ZDFheute, https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/opioide-krise-abhaengigkeit-medikamente-sackler-purdue-100.html
  7. Opioid-Klagen: Gericht kippt Milliardenvergleich mit Purdue Pharma – Deutsches Ärzteblatt, https://www.aerzteblatt.de/news/opioid-klagen-gericht-kippt-milliardenvergleich-mit-purdue-pharma-917c4aa8-36fd-43d4-b2f8-1e4c88416daa
  8. Opioide: Schmerzmittel mit Suchtgefahr und wenig Kontrolle – Shortcut | DER SPIEGEL, https://www.youtube.com/watch?v=DHv7mJAcIkk
  9. Funding, Sponsoring, and Connecting Doctors: Grünenthal’s Strategy to Boost Opioid Sales in Latin America – El Clip, https://www.elclip.org/la-estrategia-de-grunenthal-para-vender-mas-opioides-en-latinoamerica/?lang=en
  10. PURDUE PHARMA v. EPIC PHARMA LLC (2016) – FindLaw Caselaw, https://caselaw.findlaw.com/court/us-federal-circuit/1724464.html
  11. Opioide in Deutschland I Spurensuche I frontal – YouTube, https://www.youtube.com/watch?v=7b_hQeXBUGo
  12. Grünenthal pushed its latest opioid as a safer option. People around the world got hooked., https://www.theexamination.org/articles/gruenenthal-pushed-its-latest-opioid-as-a-safer-option-people-around-the-world-got-hooked
  13. chronic – The British Pain Society, https://www.britishpainsociety.org/static/uploads/resources/files/bps_nl_vol12_issue2.pdf
  14. Four ways Grünenthal spreads misleading claims about opioids around the world, https://www.theexamination.org/articles/four-ways-gruenenthal-spreads-misleading-claims-about-opioids-around-the-world
  15. Opioide: Droht eine deutsche Krise wie in den USA? – ZDFheute, https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/opioid-sucht-schmerzmittel-risiken-100.html
  16. PRIMER CUESTIONARIO THE EXAMINATION – CLIP Ques6ons: 1. Prescrip+ons for tapentadol have surged across the U.S., Australia, pa, https://recursos.elclip.org/opioides/RespuestasGRU.pdf
  17. Opioide: Das Geschäft mit den Schmerzen – Firewall | DER SPIEGEL Podcast – YouTube, https://www.youtube.com/watch?v=2lPxQk6rLzM
  18. Drogen – Université de Fribourg, https://www.unifr.ch/universitas/fr/assets/public/2023/1/web_pdf/2023_UF_Drogue_web.pdf
  19. WHO drops opioid guidelines after criticism of corporate influence – The BMJ, https://www.bmj.com/content/365/bmj.l4374
  20. Grünenthal – Wikipedia, https://en.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnenthal
  21. Opioids: Misleading marketing of tapentadol | Healthcare Information For All (HIFA.ORG), https://www.hifa.org/dgroups-rss/opioids-misleading-marketing-tapentadol
  22. AUTH/2327/6/10 – MHRA v Grunenthal, https://www.pmcpa.org.uk/cases/completed-cases/auth2327610-mhra-v-grunenthal/
  23. Unvergessener Arzneimittelskandal – vor 50 Jahren wurde Contergan verboten | Politik direkt – YouTube, https://www.youtube.com/watch?v=-tjvgAcJ6n0
  24. From hype to catastrophe: How a German drug destroyed lives for years – YouTube, https://www.youtube.com/watch?v=dJ7A4eWkh3E
  25. Ärzte missbrauchten Kleinkinder für Medikamententests | REPORT MAINZ – YouTube, https://www.youtube.com/watch?v=ffY9s2m_nTQ
  26. Spanien: Conterganopfer erheben Vorwürfe gegen Hersteller – YouTube, https://www.youtube.com/watch?v=3WTdvURUYZ8
  27. Thalidomide | Responsibility | Grünenthal – Grunenthal, https://www.grunenthal.com/en/responsibility/thalidomide

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