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Die Bank von England gibt Occupy recht

Banken Macht Pyramide

Das die Occupy-Bewegung trotz ihrer eher bescheidenen Camp-Teilnehmer-Anzahlen, aber durch ihre weltweite Vernetzung und medialen Präsenz selbst von der Hochfinanz nicht so völlig ignoriert werden kann, steht fest. Das Vertreter von ihnen dies auch öffentlich kundtun und Occupy Recht geben, ist sehr erwähnenswert.

Gefunden via einem Freund aus der Schweiz hab ich folgendes auf diesem Blog: http://www.geolitico.de/2012/11/01/die-bank-von-england-gibt-occupy-recht/

Ein Direktor der Bank von England rühmt öffentlich die Leistungen der Occupy-Bewegung. Sie haben die richtigen Argumente. Sie haben die Debatte gewonnen, sagt Andrew Haldane. Denn sie haben einfach Recht mit ihren Aussagen und Forderungen.

Natürlich hat Occupy mit folgendem Recht:

– Ein Geldsystem basierend auf Zins- und Zinseszins kann nicht auf Dauer funktionieren. Der Kapitalismus hat die Krankheit und den Kollaps bereits in den Grundpunkten inkludiert. Umso mehr man hat, umso reicher wird man. Umso weniger man hat, umso ärmer wird man. Den Rest erledigt die Inflation, das Gier- und Profit-Prinzip und die vielen Matrix-Verwalter, Mitläufer und Wanna-Be’s aus Politik und Wirtschaft.

– Die vorhandene Mentalität in den oberen Etagen in der Finanzindustrie gehört bestraft und nicht mit irrsinnigen Boni-Vorauszahlungen belohnt.

– Das Agieren der Banken insgesamt ist Hauptursache für die immer weiter auseinandergehende Kluft zwischen Arm und Reich.

– Eine liberale, freie Marktwirtschaft funktioniert nicht im Finanz-Wesen. Da regiert dann nur mehr das Recht des Stärkeren und durch die Konsolidierung der Bankenbranche sind es übermächtige Moloche gegen das Gemeinwohl geworden.

– Das fast alle Länder dieser Erde die meisten Einnahmen für Zinszahlungen an die Gläubiger verbrauchen müssen und durch Sparauflagen nur alles ausgepresst und abgewürgt wird, ist offensichtlich und der Systemfehler schlechthin.

– Die Politik dient sich zwangsläufig den verdeckten Mächtigen an. Diese sind identifizierbar rein anhand ihren Möglichkeiten mit dem Finazkapital, welches sie global bewegen können. Da sie nicht auf den Forbes-Listen auftauchen, können sie im Hintergrund viel mehr Fäden ziehen als der Menschheit gut tut. Nur völlige Transparenz, die bereits bei den wieder verstaatlichten Zentralbankennetzen beginnt, kann dem mehr Einhalt gebieten.

– Die Rückverteilung muss über UNO und die Politik aller Länder laufen. Mit Finanzsteuern und offenlegung jeder Geldbewegung. Geschäfte machen und reich werden ist ok, aber gibt es etwas zu verheimlichen? Und muss es so obszön sein neben der bitteren Armut von so vielen? 99 % wissen: NEIN.

– Ist alles einsehbar was läuft, so werden sich neben den Kontrollinstanzen noch genügend NGOs bilden, welche den kompletten Finanzmarkt in Schach halten können, ohne das es für mindestens 95 % der Menschheit auch nur ansatzweise Veränderungen oder gar einen „Systemsturz“ geben muss. Der Effekt ist höchstens mit der Zeit jener in Richtung immer mehr Wohlstand für alle. Aber davon sind wir leider noch weit davon entfernt, das Umdenken beginnt erst so richtig.

– Alle Geschäftsabschlüsse und Finanztransaktionen müssen einem ethischen Kodex und dessen juristischen Ableger in einem umgestalteten Rechtssystem entsprechen.

– Leerverkäufe, Derivate, Wette auf fallende Kurse, Lebensmittel- und Rohstoffspekulation braucht die Menschheit einfach nicht. Dabei profitieren IMMER nur ganz wenige, und der Rest verliert.

– Globalisierung ist etwas anderes: Die Welt wächst zusammen und man hilft sich. Die Menschen erkennen im privaten so wie im geschäftlichen das wir alle Brüder und Schwestern sind, und für jeden genug da wäre. Nicht eine fast offen fortgeführte Kolonisations- und Eroberungspolitik, ein Kampf um Rohstoffen und Einfluss.

Und so weiter und so fort. Natürlich hat Occupy recht. Auch wenn einige Vorschläge einfach nicht umsetzbar sind und das ganze einen realen Untergrund und 100 %, nicht 99 % Mitspieler benötigt.

Vielleicht nähern wir uns dem ja wirklich. Von schön klingenden Neu-Sprechblasen aus der Politik und den sonstigen Sprechern haben wir alle längst genug. Taten müssen folgen.

Mit dezent optimistischen Grüßen,
Krischan


Wir sind wütend!

Besser als Roland Düringer, ein österreichischer Kabarettist, diese Kernaussage zusammenfasst und präsentiert, geht es wohl nicht mehr. Und er hat die Chuzpe, es auch noch bei der Abschlußsendung von Dorfers Donnerstalk im ORF, dem staatlichen Fernsehen in Österreich, zu machen.

Sehr hörens- und sehenswert bringt er viele der Gründe für das Entstehen und die breite Fächerung aus dem Querschnitt der Bevölkerung der 99 %-Bewegung, der Occupy-Bewegung, die echte Demokratie-Bewegung und die Empörten / Los Indignados humorvoll und überspitzt auf dem Punkt.

Zu einem Interview mit Roland Düringer und vielen Kommentaren der Wut- und Mutbürger in einer Tageszeitung aus Österreich: http://derstandard.at/Hamsterrad-Das-System-ist-am-Ende .:.

Aus vielerlei Gründe sind es eben nicht nur die Ärmsten, die eine Soziale Revolution wollen, weil es ihnen schon so schlecht geht. Nein, sehr viele Bürger weltweit haben erkannt, in welchen Hamsterrad wir für die 1 % Reichen gefangen sind ohne Ausweg und Lust, sich da „nach oben zu kämpfen“. Und was wirklich los ist mit den Krankheitserhaltungssystemen, Ausbildungs- statt Bildungssystemen und einem falschem, vom Prinzip her schon ungerechten Finanzsystem, das auch noch von sogenannten gewählten Volksvertretern gedeckt wird. Zu unser aller Ungunsten.

Schaut Euch seine Aussagen immer wieder an, laßt euch mitreissen wie das Studio-Publikum und überlegt danach, wo Ihr sinnvoller eure eigenen Ressourcen und die innere Energie einsetzen könnt, wie Ihr die eigenen Lebensbedingung und den Lebensplan dennoch verbessern könnt und das auch noch in Euer Umfeld positiv abstrahlen kann.

Wir brauchen Vorbilder. Nicht nur im TV, wo man eher die Verwahrlosung unserer globalen Kultur beobachten kann, als echte Vorbilder zu finden. Wir brauchen so viele wie möglich, die Vorleben, dass es eben auch anders geht. Nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern so, dass es immer mehr auch mitbekommen und sich davon anstecken lassen.

Wut sollte nicht aufkommen, vor allem keine blinde Wut. Gerechter Zorn durch die Fakten, die nun mal da sind, das wäre das Beste.

Der Zorn lasst sich immer entweder destruktiv einsetzen oder durch Anflüge von Selbstmitleid in Depressionen verwandeln. Oder aber in innere Kraft umwandeln, die dann positiv für echte Aktivität und nicht nur stille Zustimmung genützt werden kann!

Wandelt den Zorn in konstruktive Taten um, und machen wir das Alle, so wird auch mit der Zeit eine bessere, andere Welt herauskommen.

Und engagiert Euch. Für eine bessere Welt, eine bessere Gemeinschaft und das hochhalten und vorleben von echten menschlichen Werten.

Anregende Grüße,
Krischan

Update: Eine Antwortbotschaft von Anonymous

Update 2: Die Antwort von Roland Düringer bei Occupy Vienna: